Im Abstand von etwa 30 Jahren reisten zwei sowjetische Schriftsteller nach Armenien und verfassten Texte während ihrer Reise. Ossip Mandelstam und Wassili Grossman waren nicht nur beide Juden, sondern auch entschiedene Kritiker der Stalinismus.
Armenien versucht, sich als globalen Standort für Künstliche Intelligenz und Halbleiter zu etablieren. Der Ehrgeiz ist groß, die Abhängigkeiten sind es auch.
Vergangene Woche fand im Königreich Marokko eine Parlamentswahl statt, in der königstreue Parteien gut abschnitten. Nach der Niederschlagung von Jugendprotesten im vorigen Jahr sank die Wahlbeteiligung jedoch auf einen historischen Tiefstand – nur gut ein Fünftel der Wählerschaft stimmte ab.
In seinem Erzählband »Jesus’ Katze« führt der armenische Autor Grigor Shashikyan seine Leserinnen und Leser durch ein Eriwan voller skurriler, aber auch trauriger Alltagssituationen – so lernt man in seinen Geschichten unter anderem Maler kennen, die ihre Gemälde auf der Straße verkaufen, oder verrückt gewordene Greise, die früher als Opernsänger arbeiteten …
Wegen seiner prekären außenpolitischen Lage unterhält Armenien gute Beziehungen zur Islamischen Republik Iran, auch auf Kosten der iranischen Opposition. Zugleich machen die offenen Grenzen Armenien zu einem Transitland für iranische Migrant:innen und Flüchtlinge.
Armenien und Aserbaidschan scheinen näher an einem Friedensschluss als je zuvor. Von einer politischen Versöhnung sind sie aber weit entfernt. Aserbaidschan verurteilt armenische Gefangene und zerstört Kulturgüter in Bergkarabach.
In den zwanziger Jahren wurde die armenische Hauptstadt in autoritärer Manier modernisiert. In seinem 1931 veröffentlichten und nun erstmals auf Deutsch erschienenen Roman »Jerewan« erzählt der später zum »Volksfeind« erklärte Schriftsteller Mkrtitsch Armen den Umbau von Eriwan aus der Sicht eines Bauingenieurs.
Am Rande der UN-Generaldebatte in New York legte das iranische Regime einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Kriegs mit den USA vor. Die US-Regierung lehnte die darin enthaltenen weitreichenden Forderungen jedoch ab und hofft nun auf die Wirkung neuer scharfer US-Sanktionen.
Drei Jahre nach der Vertreibung der verbliebenen 150 000 armenischen Bewohner aus Bergkarabach haben sich viele in Eriwan und anderen Orten Armeniens ein neues Leben aufgebaut. Doch der Neubeginn fällt schwer.
Schach ist in Armenien von nationaler Bedeutung und sogar Schulfach. Doch auch in Hinterhöfen, an Landstraßen und in Bars werden Bauernopfer geleistet – auch und gerade von jungen Leuten.
Die Linkspartei hat die Berliner Abgeordnetenhauswahl klar gewonnen. Doch die Tatsache, dass der Neuköllner Bezirksverband keine Distanz zum Gangster-Milieu und der terroristischen PFLP wahrt, könnte den Traum vom Regieren doch noch platzen lassen.
Privatisierungen und patriarchale Verhältnisse bestimmen den Alltag in Armenien. Drei alleinstehende Frauen erzählen, wie sie mit den damit einhergehenden Schwierigkeiten zu kämpfen haben: Gajane, Arewik und Emma.