Roberto Vannacci, Vorsitzender des Futuro Nazionale
Antifa Italiens Partei Futuro Nazionale vermarktet sich als "wahre Rechte"

Jungle+ Artikel Eher Tunichtgute als Tugendbolde

In Italien wurde eine neue rechtsextreme Partei gegründet: Futuro Nazionale. In der Konkurrenz mit den regierenden rechtsextremen Parteien versucht sie, sich als »wahre Rechte« zu vermarkten.
Buddhistisch-taoistisches Glücksversprechen. Falun-Gong-Anhänger bei einer Parade durch die Chinatown in Flushing, Queens
2024/51 Reportage Die Zeitung »Epoch Times« ist mit Falun Gong und der extremen Rechten verbunden

Jungle+ Artikel Mit der Swastika zum Medienimperium

Die Zeitung »The Epoch Times« mit Hauptsitz in New York City ist eng mit der in China verbotenen religiös-spirituellen Bewegung Falun Gong verflochten. Früher war der Niedergang der Kommunistischen Partei Chinas ein Schwerpunkt der Zeitung, in den vergangenen Jahren hat sie sich als Unterstützerin Donald Trumps hervorgetan. Trotz Vorwürfen der Verwicklung in ein kriminelles Geldwäschesystem expandiert das widersprüchliche Medienunternehmen.
Kritikerin des Christentums, Versteherin des Islam: Sigrid Hunke, 1990
2024/51 dschungel Die Neopaganin Sigrid Hunke war Vordenkerin der Neuen Rechten

Eine neue Religion für die Europäer

Sigrid Hunke reüssierte zunächst im Nationalsozialismus, um dann in der Bundesrepublik ihre Bücher, bereinigt um das Wort »Rasse«, in Massen zu verkaufen. Die Vordenkerin der Neuen Rechten hing dem Neuheidentum an, war Antisemitin und lehnte das Christentum bei gleichzeitiger Faszination für den Islam ab.
»Scheiss Juden«. Nicht immer ist der Antisemitismus in Schule so einfach zu erkennen
2024/51 Thema Diana Schieck, Bildungswissenschaftlerin, im Gespräch über ihre Studie zu Religionskonflikten an Berliner Schulen

»Als unlösbar wahrgenommene Konflikte werden verdrängt«

Die Bildungswissenschaftlerin Diana Schieck hat eine der ersten empirischen Studien über Religionskonflikte an deutschen Schulen erstellt, die auch auf Gesprächen mit Schüler:innen basiert. Die »Jungle World« sprach mit ihr über religiös motiviertes Mobbing, das Reizthema israelbezogener Antisemitismus und Lehrkräfte, die sich mehr für das Ramadan-Fasten ihrer muslimischen Schüler:innen begeistern als diese selbst.
»Erdenhölle«. So reagierte Voltaire auf das Erdbeben von Lissabon, hier dargestellt auf einem zeitgenössischen Stich
2024/51 dschungel Wie das Erdbeben in Lissabon 1755 die Aufklärung beeinflusste

Jungle+ Artikel Elend und Erkenntnis

Auf das verheerende Erdbeben in Lissabon 1755, das die gesamte Stadt zerstörte, folgte ein intellektuelles Erdbeben: Die Frage danach, wie ein gütiger Gott eine solche Katastrophe zulassen kann, beschäftigte unter anderem Voltaire und Goethe – und trug maßgeblich zur Verbreitung der Aufklärung bei, wie der ­Erziehungswissenschaftler Daniel Burghardt in einem Kapitel seines Buchs »Elend und Emanzipation« herausarbeitet.
Kurz vor der Eskalation. Najmeh (Soheila Golestani) und ihr Ehemann Iman (Missagh Zareh) mit der Dienstwaffe des Richters
2024/51 dschungel Der Film »Die Saat des heiligen Feigenbaums« handelt von einem Ermittlungsrichter in Teheran

Der furchtbare Richter

Mohammad Rasoulof porträtiert in seinem Film »Die Saat des heiligen Feigenbaums« einen Funktionär des iranischen Regimes. Der inzwischen in Deutschland lebende Regisseur kennt die Repression des Justizapparats aus eigener Erfahrung. Rasoulof war im Frühjahr aus dem Iran geflohen, nachdem man ihn zu acht Jahren Haft und Stockschlägen verurteilt hatte. Die »Jungle World« hat mit ihm über seinen Film gesprochen.