Nachdem in den USA ein ICE-Agent Renee Good erschossen hat, verbreitet das Weiße Haus Unwahrheiten, schützt die Täter und eskaliert eine ohnehin brutale Abschiebepolitik. Das zeigt, wie weit sich die Regierung von Rechtsstaatlichkeit entfernt hat.
In Mali brennen al-Qaida nahestehende Jihadisten Fabriken nieder und greifen Treibstofftransporte an, um das Land wirtschaftlich zu destabilisieren. Die Militärregierung kann die Attacken nicht abwehren.
Am Oberlandesgericht Düsseldorf fand am Dienstag der zweite Verhandlungstag im sogenannten Antifa-Verfahren statt. Die Verteidigung wirft der Bundesstaatsanwaltschaft vor, das »antifaschistische Motiv« als »niedrigen Beweggrund« zu bewerten, um die Tat als versuchten Mord einzustufen.
Am vergangenen Samstag wollten Antizionisten im linksalternativen Leipziger Stadtteil Connewitz demonstrieren, der als Hochburg der israelsolidarischen Antifa gilt. Doch selbst Gruppen mit inhaltlicher Nähe zu den Aufrufern kritisierten das Vorhaben, der Gegenprotest war zahlenmäßig überlegen.
Lange war Dortmund-Dorstfeld ein Hotspot der extremen Rechten im Ruhrpott. Nach dem Wegzug führender Neonazis ist es ruhig geworden. Stattdessen entsteht nun Ähnliches in Essen-Kray, wo bislang nicht organisierte Jungnazis sich in Parteistrukturen eingliedern. Solche Entwicklungen sind auch in Berlin zu beobachten.
Soziale Spaltungen und Belastungen sind der Arbeitssoziologin Nicole Mayer-Ahuja zufolge nicht nur historische Relikte, sondern unmittelbar erfahrbar im heutigen Arbeitsalltag. Die »Jungle World« sprach mit ihr darüber, wie sich Klassenspaltung durch Lohnarbeit in der Gegenwart ausprägt und wie solidarische Politik aussehen kann.
Ein Spielfilm über einen Baum? Die Regisseurin Ildikó Enyedi hat einen solchen gedreht, nämlich über einen Ginko, der in Marburg steht und um den sich drei Episoden ranken. Zum Glück ist es kein kitschiger Öko-Wohlfühlfilm geworden.
Einst beherrschten staatliche Gewalt und paramilitärische Gruppen das Viertel, nun sprühen Graffiti-Künstler bunte Motive und Touristen füllen die Gassen und Souvenirläden: Der Wandel des Stadtteils Comuna 13 in Medellín ist offensichtlich. Hinter der bunten Fassade wird die Frage nach Gerechtigkeit, verschwundenen Menschen und der Rolle des Staats aufgeworfen.
Hans Wollschlägers aus dem Nachlass ediertes Romanfragment »Der Fall Adams« zeigt, dass literarische Bildung dem Gelingen literarischen Schaffens auch im Wege stehen kann.
In den vergangenen Wochen eskalierte ein Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den VAE, die eigentlich in dem seit 2014 andauernden Bürgerkrieg im Jemen gemeinsam die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Nordwesten bekämpfen. Der Separatistenführer Aidarus al-Zoubaidi ist nun aus dem Land geflohen.
Inmitten der Vormacht des Visuellen scheint ein Leben und Erleben, dem gerade der wichtigste aller Sinne abgeht, nahezu unvorstellbar: ungeheuerlich fremd. Vor dem Hintergrund seines konkreten Erlebens und in Auseinandersetzung mit Schopenhauer, Nietzsche, Camus und Adorno erkundet der selbst von Geburt an blinde Autor die Wahrnehmungswelt nicht sehender Menschen.