Protest gegen den rechtsextremen »Tag der Ehre« in Budapest
Antifa Antifaschistische Arbeit in Ungarn

Jungle+ Artikel Auf dem Weg zur Meinungsgleichheit

Antifaschist:innen haben es derzeit besonders schwer in Ungarn. Probleme, so berichten sie der »Jungle World«, bereitet ihnen weniger die organisierte extreme Rechte, sondern die Regierung unter Viktor Orbán. Dass antifaschistische Gruppen als Terrororganisationen gelistet wurden, war nur die jüngste einer Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen.
Mehrere große Stapel mit Zeitungen
2026/10 dschungel Jonas Hessenauer und Lukas Uwira, Antisemitismusforscher, im Gespräch über das Israelbild in der deutschen Presse

»Der Vorwurf des Genozids wurde schon lange vor dem 7. Oktober geäußert«

Dämonisierende Zuschreibungen, problematische Deutungen, wiederkehrende Verzerrungen – das Bild von Israel in deutschen Medien ist laut den Antisemitismusforschern Jonas Hessenauer und Lukas Uwira kein gutes. Im Gespräch mit der »Jungle World« über ihre Studie zum jüdischen Staat in der deutschen Presse berichten sie von antiisraelischen Kontinuitäten, hoffen aber dennoch auf mehr Selbstreflexion im Journalismus.
Roboter auf der Internationalen Konferenz für Robotik und Automatisierung in Atlanta
2026/10 Wirtschaft Die Zölle haben keine Industriearbeitsplätze in den USA geschaffen

Nationalistischer Kampf gegen Windmühlen

Rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt ist die Bilanz von Donald Trumps Zollpolitik widersprüchlich und durchwachsen. Die Zahl der Industriearbeitsplätze in den USA ging sogar leicht zurück, denn die Rationalisierung im Produktionsprozess schreitet, unter anderem durch KI-Programme, immer weiter voran.
Italienisches Abschiebezentrum in Gjader (Albanien), Oktober 2024 (grün/blau eingefärbt)
2026/10 Thema Karl Kopp, Co-Geschäftsführer von Pro Asyl, im Gespräch über die Verschärfungen des deutschen Migrationsrechts

Jungle+ Artikel »Die Botschaft lautet: Humanität ist jetzt vorbei«

Vergangene Woche beschloss der Bundestag die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in der Bundesrepublik. Das bedeutet eine weitere Verschärfung des deutschen Migrationsrechts und eine weitere Verschlechterung der Bedingungen für Menschen, die in Deutschland Asyl suchen. Die »Jungle World« sprach mit Karl Kopp, Co-Geschäftsführer von Pro Asyl, über die asylpolitischen Entwicklungen unter der derzeitigen Bundesregierung.
Demo mit Transpi "Kein Vergessen"
2026/10 Interview Alice Baumgartner, Politikwissenschaftlerin, im Gespräch über den rechtsextremen Bomben­terror im Österreich der Neunziger

»Die Erinnerung läuft nur über den Täternamen«

Die Initiative Antifaschistisches Gedenken arbeitet zum rechtsextremen Bombenterror der neunziger Jahre in Österreich. Zwischen 1993 und 1996 wurden 25 Briefbomben versendet und drei Rohrbomben gelegt. Vier Menschen kamen deshalb ums Leben, 15 weitere wurden teils schwer verletzt. Die »Jungle World« sprach mit Alice Baumgartner von der Initiative über den Bombenterror und die Broschüre »Versäumte Erinnerung?«, die Anfang März neu erscheint.
Drohnentechnik von Frontex (grün eingefärbt)
2026/10 Thema Proteste gegen das EU-Grenzregime gibt es kaum noch

Die Gewalt der anderen

So gerne in der EU über Donald Trump geschimpft wird, beim Kampf gegen »illegale Einwanderung« ziehen Deutschland und USA an einem Strang. Während die brutale Abschiebepraxis in den USA allerdings große Empörung hervorruft, gibt es gegen die Gewalt des EU-Grenzregimes mittlerweile kaum noch Protest.
Mensch, der eine ausgehölte Wassermelone wie eine Maske oder einen Helm auf dem Kopf trägt
2026/10 dschungel Die israelfeindlichen Exzesse in den identitätspolitischen Diskursen der Linken nach dem 7. Oktober

Vom Antisemitismus, der keiner sein will

In seinem neuen Buch »Vom Antisemitismus, der keiner sein will« knöpft sich Richard Schuberth die israelfeindlichen Exzesse in den identitätspolitischen Diskursen der Linken nach dem 7. Oktober vor. Dabei dehumanisiert niemand die Palästinenser genannten Menschen so sehr wie die mit ihnen angeblich solidarische Bewegung. Ein Auszug aus dem Buch.
Hubert Fichte stützt seinen Kopf mit seiner rechten Hand
2026/10 dschungel Zum 40. Todestag des Schriftstellers Hubert Fichte

Jungle+ Artikel Das Tuscheln der Tunten und Schamanen

Vor 40 Jahren starb der Schriftsteller Hubert Fichte. Seine Grenzgänge zwischen Literatur und Ethnographie, Poesie und Journalismus und sein Blick auf Außenseiter faszinieren noch heute. Doch die zeitgenössische Rezeption Fichtes als Vordenker queerer und postkolonialer Suche nach Identität übersieht, dass seine Texte als widersprüchliche Archäologie menschlicher Destruktivität zu verstehen sind.