"Ich hätte gern einen Radiergummi, einen Kugelschreiber, einen Aktenordner und ein Giro-Konto." Wer sich's leisten kann, soll künftig alles auf einmal bekommen, denn bei McPaper geht die Post ab. Demnächst sollen die PostkundInnen die verteuerten Briefmarken auch in den 330 Schreibwarenfilialen der Herlitz-Tochter McPaper erstehen können. Die Interessen sind klar: Herlitz will die Einzelhandelskette abstoßen und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, die Post will die Kette übernehmen, um in lukrativen Lagen präsent zu sein und mehr Umsatz pro Verkaufsfläche zu erzielen. Daß dabei einige überflüssige ehemalige Postämter dichtmachen, liegt in der Natur der Sache. Entlassen werden soll aber niemand, obwohl Postangestellte nicht in die neuen Filialen wechseln werden, beteuert die Post. Die Betroffenen würden in anderen Bereichen eingesetzt. Einen Kostenvorteil dürfte die Post AG wohl dennoch aus dem Geschäft ziehen: Schließlich sind die Tariflöhne im Einzelhandel wesentlich geringer als bei der Post.