18.09.1997

Quod erat demonstrandum

Daß die Gewinnentwicklung der Unternehmen sich nur äußerst marginal und dann durchaus auch schon mal negativ auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter auswirkt, weiß inzwischen jeder. Trotzdem ist es immer wieder ganz schön, das an konkreten und aktuellen Zahlen nachvollziehen zu können. Diesmal hat sich das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) die Mühe gemacht, die Verteilungsspielräume der letzten drei Jahre durchzurechnen. Demnach nahmen die tariflichen Verdienste von 1994 bis 1997 nur um 9,6 Prozent zu, während Arbeitsproduktivität und Preise um 19,5 Prozent stiegen. Ergo: Das Gejammer der Unternehmen ist nichtig, höhere Löhne wären problemlos drin. Q. e. d.