Manche finden eben immer einen Ausweg. Obwohl Bundesfinanzminister Theodor Waigel (CSU) qua Börsenprospekt verboten ist, bis Ende 1999 Telekom-Aktien aus dem Besitz des Bundes neu an den Kapitalmarkt zu bringen, hat er jetzt bereits das zweite Paket so gut wie verkauft. Nach der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) muß nun auch die France Télécom als Parkstation dienen und sich verpflichten, den 7,5 Prozent-Anteil, den sie im Rahmen der geplanten Überkreuzbeteiligung mit der Deutschen Telekom AG im kommenden Jahr übernehmen soll, bis zum Stichtag zu halten. Der Deal bringt Waigel sieben Milliarden Mark ein, die er - zusammen mit den 25 Milliarden, die er von der KfW erlöst - derzeit gut brauchen kann, um das Haushaltsdefizit noch rechtzeitig zur Euro-Einführung auf die geforderten drei Prozent zu reduzieren.