Wo am Hafen die Fische und die Schiffe schlafen, da ist Hamburg - das wissen wir spätestens seit den Lassie Singers. So blöd wie in Hamburg ist man in Lassies Heimat allerdings nicht. Los Angeles und Las Vegas haben sich offenbar von dem Gedanken verabschiedet, eine Transrapid-Trasse zwischen den beiden Metropolen zu bauen. Das gab jetzt einer zu, der nicht nur zwischen Hamburg und Berlin Transrapid-surfen will, sondern auch der letzte wäre, solch Kunde nicht zu verheimlichen. Ohne staatliche Unterstützung, so der Geschäftsführer der Thyssen Transrapid System GmbH, Hans Georg Raschbichler, habe sich der Ausbau der in Erwägung gezogenen Strecke als "betriebswirtschaftlich undurchführbar" erwiesen. Wenn es in den USA überhaupt noch etwas werden könnte mit dem Transrapid, dann höchstens auf der nur noch 64 Kilometer langen Strecke zwischen Washington und Baltimore, oder auch auf einigen Strecken zwischen den Flughäfen und den Innenstädten. Auch in China und Australien, die sich für Transrapid-Vebindungen interessieren sollen, sind die Magnetbahn-Manager noch keinen Schritt weitergekommen. Also zurück in den kalifornischen Traum: Von San Diego über Los Angeles und San Francisco nach Sacramento soll nun die Bahn auf Stelzen - ob aus Stahl oder Beton, wissen die Planer noch nicht so genau - geführt werden. Be carefull, Mister Raschbichler, pacific sharks don't sleep!