16.09.1998

Pech gehabt

Beim Absturz einer ukrainischen Trägerrakete sind vergangene Woche zwölf Telekommunikations-Satelliten zerstört worden. Die russische Raumfahrtbehörde teilte in Moskau mit, die Rakete vom Typ Zenit sei viereinhalb Minuten nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan abgestürzt. Unglücksursache sei ein fehlerhafter Befehl gewesen. Das internationale Konsortium, das ein Kommunikationssystem mit 48 Satelliten im Wert von 2,6 Milliarden Dollar (rund 4,5 Milliarden Mark) im Weltall errichten will, hatte dabei das Nachsehen. Ein Sprecher der Raumfahrtbehörde zeigte sich dagegen optimistisch. Der Start der Zenit-Rakete sei der erste von drei geplanten Abschüssen in diesem Jahr gewesen. Nach Angaben des ukrainischen Herstellers wird es bei den weiteren Starts aber keine großen Verzögerungen geben, da die Unglücksursache ja nun bekannt sei. Zu dem Konsortium Globalstar Telecommunications Ltd gehört auch die Daimler Benz Aerospace.