Mehr als fromme Wünsche und gute Absichten hat allerdings Stanley Fischer, Direktor beim Internationalen Währungsfonds (IWF), derzeit nicht zu bieten. Die Maßnahmen der Regierung Primakow, wie z.B. der Einsatz der Notenpresse, erscheinen zwar wie "eine Rückkehr zur Kommandowirtschaft". Doch dies sei nur ein "kurzer Umweg", der mit Sicherheit wieder auf den marktwirtschaftlichen Kurs zurückführen werde, erklärte er auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington. Der IWF werde Rußland daher trotz des Finanzdesasters nicht im Stich lassen. Von einer Freigabe der nächsten Kredit-Tranche von knapp fünf Milliarden Dollar, die ursprünglich im Rahmen eines dreijährigen Beistandspaktes vereinbart worden war, will aber auch Stanley Fischer "in absehbarer Zeit" nichts wissen.