Boris Becker hat gesagt: "Jetzt hat schon meine Frau gesagt: Wir müssen ins Internet." Er aber versteht nichts von Technik.
"Meine Frau hat das ausgerechnet", sagte schon vor Jahren Uwe Seeler, der von Geld nichts versteht. Eine Parallele also: Seeler wie Becker geht's um was Technisches, bei beiden ist in der Beziehung die Ehefrau der intelligentere Part, und beide sagen es in einem Fernsehspot.
"Bin ich etwa schon drin?" will Boris Becker wissen. Dabei wissen wir von Franz Beckenbauer doch: "Die Grundgebühr ist auch schon drin".
Becker grinst: "Ich bin drin." Vor ein paar Jahren sagte Becker, dass er als Kind gerne Nutella gegessen habe. Danach schleckte er ein Messer ab und guckte groß in die Kamera. Das mögen deutsche Eltern nicht. Man nimmt das Messer nicht in den Mund! Nutella brachte daraufhin eine Art Streichlöffel auf den Markt.
Michael Schumacher erzählte in einem Interview, dass er ab und zu aus seiner Villa in der Schweiz mit dem Auto nach Deutschland rüberfährt: Dort kostet die Marmelade nur zwei Mark, in der Schweiz aber vier Franken. Das mögen Schweizer nicht. Wer über 20 Millionen Mark im Jahr verdient, könne sich ruhig auch eine Vier-Franken-Marmelade leisten. Clever gehandelt hat die deutsche Werbeindustrie: Nach dem Interview erhielt Schumacher einen Marmelade-Werbevertrag.
Was ein Sportler wirklich taugt, sieht man im Fernsehen: Steffi Graf war mit den Barilla-Nudeln mal ganz groß da, danach schwitzte sie nur noch für 8-mal-4. Henry Maske ist nach Shampoo, Wiedervereinigung und Mundwasser mittlerweile bei Käserezepten gelandet. Franziska van Almsick, mit Opel und Milka schon mal gut im Geschäft, macht jetzt Werbung für Florena, dem Letscho unter den Hautcremes. Und Berti Vogts' größte Rolle war als Handy- und als Fruchtzwergeverkäufer, jetzt ist er ein schwer vermittelbarer Langzeitarbeitsloser. "Bin ich etwa schon drin?" aus seinem Munde wäre irgendwie fußballverachtend.
Andere haben's noch schlimmer getroffen: Oliver Bierhoff muss Danone essen, Lebensversicherungen feilbieten und Shampoo glänzen lassen. Axel Schulz darf nur eine Kappe tragen, auf der "Uncle Sam" steht.
Nur Becker im Internet lässt deutsche Firmen so kreativ werden wie Schumi vor dem Marmeladenregal. Die Bunte fand heraus, dass zumindest zwei Produktionsfirmen an Filmkonzepten für Boris Becker arbeiten.
Beckers Ehefrau Barbara Feltus ist ausgebildete Schauspielerin. Da hat sie noch was zu arbeiten.