LeserInnenworld
Jungle World: Abokampagne
Eigennutz
Ich wünsche euch schnellstens mindestens 5 000 Abos, damit eure Existenz gesichert ist, eine linke Zeitung jenseits von Ressentiments und Neid zur Verfügung steht und nicht zuletzt mein Mittwoch gerettet ist. Und damit es möglichst bald wieder Neues aus der Mädchenworld (mit Stickers!) und aus dem Bigbeatland gibt! Einen vollen Tank wünscht euch
volker
Was tun?
Ich stehe vor folgendem Dilemma: Abonniere ich jetzt die Jungle World (und mit mir 499 andere), besteht die Gefahr, dass die Werbeanzeige auf der letzten Seite verschwindet und die Junk Word wieder auftaucht. Abonniere ich nicht, verschwindet eventuell gleich die ganze Jungle World. Vielleicht hilft ja folgende Taktik: abonnieren, wenn die Junk Word auftaucht, kündigen, bei der nächsten Not-Abo-Kampagne wieder abonnieren, usw.
martin
Jungle World 36/04: Scheiß Bahn
Hoher Preis
Endlich können zwei Menschen mal aus tiefstem Herzen und völlig zu Recht behaupten, die Bahn mache nur Scheiß. Was waren das noch für Zeiten, als menschliche Ausscheidungen direkt den Weg von der Zugtoilette auf die Gleise nahmen, weshalb das Aufsuchen der Latrine während des Halts auf Bahnhöfen bekanntlich untersagt war. Jetzt bezahlen Bahnreisende das vermeintliche Mehr an Komfort also gegebenenfalls mit einem Weniger an Würde, wenn nicht gleich mit ihrem Augenlicht. Vielleicht standen eine Ecke weiter aber auch bloß Paola und Kurt Felix nebst Bahnchef Mehdorn, um den Humor der beiden Betroffenen anzutesten und strahlend auf die versteckte (Überwachungs-) Kamera im Bahnklo zu deuten. Als Entschädigung gab’s dann neben einem Freifahrtschein vermutlich noch die Erstattung der Zehn-Euro-Praxisgebühr für die fast Erblindete und eine Einladung in die Sendung.
alex feuerherdt
Jungle World 34/04: Gute Seiten, schlechte Seiten
Doch bedeutungsvoll
Als Redakteur beim TATblatt lässt mich der Artikel etwas ratlos zurück. Einerseits sind wir das »pubertäre Zentralorgan der Linken«, andererseits steht dann auch folgendes: »Bei weitem eines der professionellsten Produkte auf dem kaum existierenden linken Medienmarkt in Österreich.« Na was denn nun? Martin Schwarz behauptet, wir hätten es nur einmal – im Jahr 1995 – in die Schlagzeilen der kommerziellen Medien geschafft und nimmt dies als Beleg für unsere Bedeutungslosigkeit. Es ist hingegen so, dass wir es schon viel öfter geschafft hatten, in die Schlagzeilen zu kommen (wobei mir nicht ganz klar ist, ob dies ein Beleg für politische Bedeutung ist). Schwarz meint auch, dass sich »nicht einmal die rechtskonservative Regierung in Wien noch (mit dem Heftchen) beschäftigt«. MitarbeiterInnen des TATblatt mussten hingegen im Jahre 2001 vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen.
einer vom tatblatt