01.12.2004

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Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt. Und da hat er vollkommen Recht! Wir handhaben das so ähnlich. Jeden Mittwoch gehen hunderte Jungle Worlds auf Reisen rund um den Globus. Denn wir sind ja nicht Jungle City oder Jungle State! Während wir hier in dieser Bruchbude namens BRD dem sozialen und klimatischen Kältetod entgegenbibbern, begeben sich unsere Zeitungen ins Warme und dienen unseren Auslandsabonnenten als Strandlektüre. Sei es in Thailand, Mexiko oder Sri Lanka. Dort haben wir zum Beispiel einen Abonnenten im Ort Tissamaharama, und das allein ist uns Grund genug, ihm von dieser Stelle aus einmal heftig zuzuwinken. Hallo! Viele Grüße! Was treiben Sie eigentlich dort?

Doch nicht alle unsere Auslandsabonnenten leben in warmen Gefilden. Andere wickeln in der Jungle World ihre Fische ein, nachdem sie sie aus dem Eisloch geangelt haben. So ähnlich stellen wir uns das jedenfalls vor, da oben in Jyväskylä, Finnland. Wir haben Leserinnen und Leser in Bogota, Israel, El Salvador, in London, Glasgow und Manchester, in Ljubljana, Beograd, Budapest, in Abu Dhabi, Buenos Aires, Porto, Tadschikistan, Haiti und im bolivianischen Cochabamba auf gut 2 558 Metern Höhe. Zahlreiche Jungle Worlds reisen jede Woche nach Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, nach Skandinavien, in die Türkei, die USA und in die Niederlande. Die meisten Zeitungen aber schicken wir in die Alpen. Grüezi, liebe Schweizer! Habt ihr schon Schnee? Nein? Aber wir! Absoluter Spitzenreiter ist jedoch Österreich, Schwerpunkt Wien. Und das können wir gut verstehen: Jungle World und Kaffeehaus – wenn das nicht perfekt zusammenpasst!

Ach, wie gerne würden wir unsere Zeitungen selber durch die Welt fahren. Hey, schicken Sie uns doch wenigstens mal eine Postkarte, damit wir eine Vorstellung davon bekommen, wie es bei Ihnen daheim so ausschaut. Noch lieber wären wir einmal dabei, wenn eine Jungle World von Reiterboten durch die mongolische Steppe getragen wird, wenn zapatistische Indios freudig die Ankunft der Jungle World erwarten, wenn der Lokführer der transsibirischen Eisenbahn unser Blatt aus seiner Tasche zieht, wenn oben auf dem Kilimandscharo – doch halt! Haben wir überhaupt Abos in Afrika? Nein, sagt der Geschäftsführer. Nicht ein einziges! Zeit für die Aktion: Abos für Afrika!

Über Abos aus Deutschland freuen wir uns natürlich auch. Schließlich könnte jedes deutsche Abo irgendwann ein Auslandsabo werden. Liebe Leserinnen und Leser! Wenn Sie die Biege machen, und diesem finsteren Land den Rücken kehren, dann, bitte, bitte, nehmen Sie uns mit!