LeserInnenworld
Jungle World 05/05: LeserInnenworld
Die anderen: Jung und weltlich
Es tut mir leid, euch darauf hinweisen zu müssen, aber ich glaube, euch ist ein Druckfehler unterlaufen. Das hättet ihr doch merken müssen, dass der Brief von Philippe in der Leserinnenworld an diese andere Zeitung gerichtet war… ähhh, jetzt komm ich nicht drauf… mhhhhmm… diese andere da… von der DKP? Oder… irgendwas mit jung und weltlich…?! Na ja, auf jeden Fall diese teilweise stalinistische, streckenweise kaum mehr linke oder emanzipatorische, dogmatische und sich selbst beweihräuchernde Zeitung, wie er im Leserbrief vortrefflich feststellte? Also sendet den Brief doch an die »anderen« weiter, dahin, wo er hingehört.
bastian
Jungle World 05/05: Die Roma-Rolle
Starkes Stück
Eigentlich sollten wir in dem Artikel erfahren, wer die Roma sind bzw. wer sie nicht sind. Was wir am Ende tatsächlich erfahren, ist die Meinung des Autors: »Ethnisierung« ist nicht gut, ob sie nun von außen aufgedrückt wird oder selbst gewählt ist. Natürlich gibt es das ganze Theater um Roma, die von einigen als gute Wilde im Sinne von Rousseau gesehen werden. Es ist aber schon ein starkes Stück, die Selbstbezeichnung einer Gruppe, wie immer man oder sie sich definieren mag/mögen, als Selbstethnisierung zu stigmatisieren, nur weil es dem eigenen politischen Selbstverständnis widerspricht.
jan
Jungle World 05/05: Thema
Vergessene Fahrende
Ich hätte mir gewünscht, dass ihr in euren Artikeln zu den Sinti und Roma auch mal die Jenische erwähnt. Die Jenische sind eine Gruppe von Fahrenden, die kein Romanes sprechen und in der Schweiz, Österreich und Süddeutschland leben. Auch diese Gruppe hatte und hat ebenso wie die anderen Fahrenden unter einem allgemeinen Anti-Vaganismus zu leiden. Dieser verdichtete sich während der NS-Zeit zur Kriminalisierung, Zwangssesshaftmachung und schließlich zum Massenmord. Meines Wissens wurden die Jenische nie als eigene Opfergruppe der Nazis anerkannt, bei den Nazis galten sie als »Asoziale« und »Zigeunermischlinge«.
titus lenk
Jungle World 06/05: Außer Dresden nichts gewesen
Fast gekauft
Oh, welch herrlich geschriebener Artikel! So unglaublich gut, dass ich kurz überlegte, den Focus zu kaufen, nur um zu sehen, ob sie es tatsächlich gewagt haben, den (echten) Holocaust nicht zu erwähnen. Wirklich unglaublich. Ich werde den Artikel mal im Kiosk querlesen; kaufen geht natürlich gar nicht.
m. maercker