04.05.2005

»Opa hat nicht viel geholfen«

small talk

Der 8. Mai ist Muttertag. Wird er heutzutage in den Familien überhaupt noch gefeiert? Ein Gespräch mit der 69jährigen Edith Wirner.

Hallo Mutti, was bedeutet für dich der Muttertag?

Der Muttertag ist schön, weil die Mütter geehrt werden für die Arbeit, die sie tagtäglich tun.

Melden sich deine Kinder alle?

Ja, schon.

Was machen die dann so am Muttertag?

Sie rufen an, weil sie fast alle auswärts leben, die denken schon alle daran. Einer ist sogar mal eigens von Köln nach Hause getrampt.

Wer?

Na du!

Und wie war der Muttertag früher? Was habt ihr als Kinder für eure Mutter getan an diesem Tag?

Wir haben sie auch geehrt und ein kleines Geschenk mitgebracht, Kaffee getrunken und was man halt so macht.

Hat man früher mehr Wert darauf gelegt als heute?

Na ja, also ich schon. (lacht)

Ist das eine Kritik an deinen Kindern?

Nein, so hab’ ich es nicht gemeint. Wir haben das gemacht, was ihr auch so gemacht habt, Frühstück usw. Ich bin ja eine Mutter, die da nicht so viel rumtut, aber für meine Mutter hab’ ich das schon gemacht.

Es ist schön, wenn alle kommen, dann trinkt man einen Kaffee und alle sitzen beieinander. Nur wenn es passt, denn die, die auswärts sind, können auch nicht so einfach herfahren. Das ist ja auch nicht immer einfach. Es ist halt schön, dass die Mütter auch einmal geehrt werden.

Und die Mutter musste den ganzen Tag nicht abspülen?

Ja, die musste nichts tun.

Hat Opa auch mitgeholfen?

Naja, der Opa nicht so besonders.

interview: stefan wirner