13.07.2005

Alles für alle

liebe ware

Produkte, die wir auch nach dem Kapitalismus nicht missen wollen. Auch in der neuen Gesellschaft wollen wir zur Sache kommen und nicht mit dreien auf einer einsamen Insel vermodern. Zwar soll man sein Herz nicht an Dinge hängen, aber die Alternative zum Kapitalismus kann ja nicht die Steinzeit sein. Das hat doch mit Keynes nichts zu tun, dass wir konsumieren wollen! Schon eher mit Freddie Mercury oder Al Capone. Nur so als Beispiel. Hat hier jemand etwas gegen Glamour? Karl Marx wollte uns die Produktionsmittel in die Hand geben. Schön, danke! Aber wir wollen auch die produzierten Güter. Den Hass auf die Reichen haben wir nie verstanden. Paläste für alle! Wir wollen nicht nur einen verdammten Keks, sondern die ganze Bäckerei, und den Porsche, der vor der Tür steht, den wollen wir auch.

Und außerdem noch das: Buttermilch, Schlafbrille, Ikea-Bleistift, Lachgas, Mixtape, Ahoi-Brause, Zucker, versenkbares Pissoir, Papier, Sekt, Kellogg’s Smacks, Bullenwanne, Nutella, Mini-Volkssauna, elektrische Zahnbürste, Sturmhaube, Latexhandschuhe, Carving-Skier, Glocken, Zigaretten-Drehmaschine, Stahlgürtelreifen, New Beetle, Fertig-Mango-Lassi, Ausbeinmesser, iPod, Nasendusche, Mousepad, Regencape, Duschpeeling, Aspirin, Klingeltöne, Haargel, Aktivkohlefilter, Kopfhörer, Tomaten-Mozzarella-Tütensuppe, Alleskleber, Handventilator, Heizpilz, Handy, Weetabix, Bussi-Mix-Schleck-Drink, Tischgrill, Tabasco, Zahnseidehalter. Wär’s das? Nein, noch lange nicht.

john d. zockefeller