LeserInnenworld
Jungle World, 25/06: Arbeitsdienst, Arbeitsdienst, Arbeitsdienst
Liegen bleiben!
Spontan könnte man man sagen: wieder so einer von der CSU. Nur leider liegt er mit einem großen Teil der Bevölkerung auf einer Linie. Die meisten Leute, die noch einen Job haben, tun die Arbeit ungern. Frühes Aufstehen, Schicht, ekelhafte Vorgesetzte, doofe Kollegen, bescheuerte Organisation, Mobbing, Betriebspropaganda, langweilige Arbeit, anstrengende Arbeit, egal was. Jedenfalls denken diese vielen Nochbeschäftigten: Warum soll es den arbeitslosen Pennern, die bis mittags im Bett liegen, eigentlich besser gehen als uns fleißigen, gut dressierten Arbeitstieren? Die deutsche Grundphilosophie lautet: Leben ist Arbeit, Arbeit ist Pflicht, Pflicht ist Zwang und Zwang darf keinen Spaß machen, sonst ist man pervers. Fazit: Wehe, das Leben macht Spaß! Nicht mal in der CSU. Und wenn der Stoiber noch so verkrampft aus seinem bayerischen Kreml grinst. Bin so einer, der im Bett liegen bleibt. Auf mich wartet nichts mehr.
andreas
Jungle World, 26/06: Einfach nur schlecht
Intellekt und Ironie
Der Autor nennt den Spiegel-Schreiber Matussek einen »großen deutschen Intellektuellen«. Nun frage ich mich, an welcher Stelle sich in mir der meiste Unmut regte. Als Hartmann die Größe des Mannes anpries, zu dessen Verdiensten unter anderem die Behauptung zählt, dass 95 Prozent aller Beschuldigungen in Sorgerechtsprozessen frei erfunden seien? Als er die deutsche Abstammung Matusseks hervorhob? Vielleicht, damit wir uns freuen können, dass er »uns« gehört? Uns, den Deutschen! Vielleicht aber auch nur, um selbst in das »Deutschland, Deutschland«-Gebrülle des Zitierten mit einzustimmen. Oder als er Matussek einen Intellektuellen nannte? Einen, der die Schärfe seines Geistes neulich erst wieder bei »Beckmann« in illustrer Gesellschaft demonstriert hat. Wenn das so weitergeht, ist die linke Wochenzeitung Jungle World bald genauso »links« wie Der Spiegel … also rechts.
marc
Jungle World 26/06: »Für die Toten des Luftkriegs ist Hitler verantwortlich«
Blutgrätsche
Danke! Martin Rooney hat es auf den Punkt gebracht. Das Interview war hervorragend, und auch die taz hat von ihm ja eine Blutgrätsche bekommen. Noch kurz etwas zu euer Weltmeister-World-Seite: Sie ist so nah dran, dass es mir nicht möglich war, die Seite länger als einige Sekunden zu konsumieren. Ich bekam Ausschlag. Ob das jetzt jedoch ein Verdienst eurerseits sein soll, ich weiß ja nicht so recht?
bastian