LeserInnenworld
Jungle World, 22/07: Anzeige
Sehr witzig
Liebe Jungle World, einer Nichtraucherin reicht es wohl nicht, sich zugunsten der Selbstbestimmung in eine Raucherin umwandeln zu müssen, wenn RaucherInnen im Raum sind; es reicht nicht, dass, wenn auf diesen Zustand Aufmerksamkeit gelenkt wird, die linken emanzipierten Menschen sich in der Lage fühlen, sich auf Foucault zu beziehen und großkotzig zu proklamieren, dass sie auf den sozialen Körper und auf die Volksgesundheit scheißen. Nein: Eine Nichtraucherin muss auch noch eines Tages die Jungle World aufschlagen und lesen, dass für eine leer stehende Stelle RaucherInnen bevorzugt werden. Nicht nur emanzipiert, sondern auch sehr witzig ist das. Mit zweifelnden Grüßen
T.
Jungle World, 20/07: Voll auf die Acht
Inhalte
Der Autor des Artikels schreibt wohl eher aus dem Bauch heraus. Anders kann ich mir das Herumgepolter auf den AktivistInnen nicht erklären. Seit Oktober 2005 ist eine sehr umfangreiche Textsammlung entstanden. Da sind einige wenige sehr gute Beiträge dabei, der Rest ist entweder teilweise ganz gut oder schrottig. Wenn man die Anti-G8-Bewegung für ihre Inhalte kritisiert, dann ruhig mit vollem Elan und spitzer Feder, aber bitte mit einer genauen Analyse. Freundliche Grüße sendet Euch
m. hofrath
Jungle World, 23/07: Thema
Keine Helden
Das war schon toll, wie Angela mit Anhang richtig dankbar dafür war, dass die Ereignisse ihre Propaganda bestätigten. Auch die Staatsgewalt hatte ihren Sparringspartner. Nicht zuletzt waren Sender und Gazetten froh, dass sie ihr Sensationsspektakel präsentieren konnten.
Nun müsste, wer den Medienzirkus so perfekt beliefert, angesichts der hohen Einschaltquoten eine hohe Gewinnbeteiligung erwarten. Und wer Sparringspartner ist, damit der andere sich übt und verbessert, sollte eigentlich gut bezahlt und anständig krankenversichert sein.
Fazit: Wir sind keine Helden, wir sind nur bescheuert. Aufgezogen wie Spielzeugautomaten tun wir genau das, was wir tun sollen. Damit alles so bleibt, wie es ist.
franz gans, münchen