Eine Arche der PKK

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Die Arche Noah soll der Bibel zufolge auf ihm gelandet sein. Und Armenien führt den Berg Ararat im Staatswappen, obwohl er heutzutage auf dem Gebiet der Türkei liegt, an der Grenze zum Iran und zu Armenien, und von der PKK als Operationsgebiet betrachtet wird. Der Ararat ist mit 5 165 Metern der höchste Berg der Türkei und daher ideal für Bergsteiger, die ein Abenteuer suchen. Der Bergsteiger-Tourismus könnte sich allerdings erledigt haben, sind doch Extremsportler nicht daran interessiert, sich ihren Kick dadurch zu holen, in den Händen der PKK zu landen. Und im schlimmsten Fall entweder von PKK-Kämpfern ermordet oder im friendly fire während der Befreiung durch die türkische Armee umzukommen. So erging es den drei entführten deutschen Bergsteigern allerdings nicht, die am Sonntag wieder freigelassen wurden. Zwölf Tage mussten sie bei ihren kurdischen Entführern ausharren, bis sie ziemlich unspektakulär wieder in Freiheit auftauchten. Über die Umstände der Freilassung gibt es, wie zu erwarten war, verschiedene Versionen. Nicht nur, dass es bisher keine Angaben darüber gibt, ob Lösegeld gezahlt wurde oder sonstige Forderungen erfüllt wurden. Das türkische Militär heftete sich den Orden für den glimpflichen Ausgang der Entführung selber an die Brust und vermeldete, die Entführer seien durch die Militäreinsätze der türkischen Armee, die sich »wie eine Zange immer enger um sie gezogen haben«, zur Aufgabe gezwungen worden. Von der anderen, der PKK- Seite hieß es dagegen zunächst lapidar, man habe einfach entschieden, die Geiseln frei zu lassen. Ob diese Entscheidung auf interne Machtkämpfe in der Organisation zurückzuführen ist oder etwa darauf, dass man den Konflikt mit dem einflussreichen Deutschland, ausgestattet mit einer großen kurdischen Comunity, nicht eskalieren wollte, ist noch nicht klar. ke