LeserInnenworld

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Jungle World, 31/08: Loveparade der Tiere
Menschen, Tiere, Rechte
Super Artikel zu »Animals in Love«, aber was soll dieses zwanghafte Rumgehacke auf Veganern und Tierrechtlern? Okay, ihr seid genervt, weil eure Essgewohnheiten kritisiert werden, aber versucht es doch mal so: Atmet tief durch, entspannt euch, und sagt folgenden Satz fünfmal hintereinander: »Auch wenn jemand mein Steak /  Schnit­zel / Wurst kritisiert hat, kann er/sie trotzdem ein differenziert denkender Mensch sein.« Ihr werdet sehen, es hilft! Der Aussage, dass »für Tierrechtler Mensch und Tier dasselbe sind« stimmen wohl die allerwenigsten Tierrechtler zu, und sie macht auch, rein grammatikalisch, überhaupt keinen Sinn. Nebenbei gesagt: Tierrecht bedeutet auch nicht, wie in dem Artikel beschrieben, Tieren »menschliche Normen überzustülpen«, den meisten Tierrechtlern geht es gerade darum, Tiere nicht zu vermenschlichen. Und wieso bedeutet die Verschiedenheit von Tieren und Menschen, dass Tiere keine Rechte haben können? Folgt man dieser Argumentation, so sollten wir jeden Gedanken an Menschenrechte und dergleichen aufgeben, denn auch Menschen sind verschieden, wie der Artikel ausführlich reflektiert. Lieber Ivo Bozic, bist du sicher, dass du das denkst? Grüße, qalamity

Jungle World, 32/08, Interview
Menschen, Tiere, Emanzipation
Das nächste Experteninterview zu Marx könnt ihr doch bitte mit Konrad Löw bestreiten. Das hätte dann dasselbe Niveau wie Smiths Injurien über das, was er als Verganismus und Tierrechte bezeichnet. Immer wieder peinlich undifferenziert wird eine veraltete Ideologie reproduziert, wenn ihr euch mit der Frage der Mensch-Tier-Beziehung befasst, deren emazipatorische Dimension ihr scheinbar noch nicht begriffen habt. Schön gekotzt hat Hendrik Wallat

Jungle World, 29/08, Born to be brown
Biker vergessen!
Interessant wäre es, das Rocker-Milieu mal gezielt unter Beachtung der männerbündischen Strukturen unter die Lupe zu nehmen. Sind Rocker etwa nur die die Burschenschaften des Highway? Leider wurde vergessen zu erwähnen, dass es nicht nur Rocker mit guten Kontakten zur Nazi-Szene gibt, sondern auch explizit extrem rechte Biker-Gruppen. Letztes Jahr wurde eine NPD-Motorradgruppe gegründet, die »nationale Motorradgruppe«. Auch im Ausland gibt es solche Gruppen. In Großbritannien gibt es eine Nazi-Bikertruppe mit dem Namen »Commitatus«, und die »Motorrad Division Schweiz« fährt ähnlich weit rechts. Ralf Schwarzenberg