»Das sollten Sie besser nicht tun«

Sind Sie pleite, haben aber noch ein Familienerbstück aus Gold in der Schublade? Oder glitzern in Ihrem Mund Brücken und Inlays aus Gold? Dann machen Sie doch Ihre Goldbestände zu Geld. Zahlreiche Firmen bieten den Ankauf von Gold an und werben sogar im Fernsehen. Ein Interessent macht sich am Telefon kundig.

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Ich habe die Nummer in der Werbung gesehen und wollte mich informieren, wie der Goldankauf vonstatten geht.

Ganz einfach: Sie fordern einen Umschlag von uns an, stecken Ihr Gold hinein und schicken den Umschlag an uns. Dann erhalten Sie von uns entweder eine Überweisung oder einen Scheck.

Aber ich bin ja gar nicht dabei, wenn Sie mein Gold wiegen. Werden Ihre Waagen denn kontrolliert?

Wir werden geprüft. Es wird garantiert, dass das Gewicht stimmt, nach dem Sie ausgezahlt werden.

Vielleicht steigt der Goldpreis noch weiter, jetzt in der Wirtschaftskrise. Sollte ich besser noch ein wenig warten mit dem Verkauf?

Wir bezahlen Sie nach dem täglichen Goldpreis. Den müssen Sie schon selbst verfolgen. Für 3,33er Gold kriegen Sie heute 3,60 Euro pro Gramm. Für das 5,85er gibt es 7,10 Euro, für das 7,50er dann 10,20 Euro.

Und wenn ganz viele Leute bei Ihnen anrufen und ihr Gold abstoßen, wirkt sich das auf den Ankaufspreis aus? Nicht, dass der dann abstürzt!

Nein, da haben Sie nichts zu befürchten.

Sie kaufen auch Zahngold an, habe ich in der Fernsehwerbung gesehen.

Ja, je nach Legierung und der Hochwertigkeit zahlen wir zwischen 3 Euro und 10,50 Euro pro Gramm.

Ich hätte noch Gold im Mund. Zahlt die Krankenkasse denn die Entfernung?

Da bin ich überfragt. Da müssen Sie sich selbst kundig machen.

Am Ende muss ich das Gold selbst rausmachen.

Das sollten Sie besser nicht tun.