King statt Queen

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»Rolling Stone«. Obama ist Präsident der Vereinigten Staaten, ein Schwarzer ist ganz vorne. So weit ist das Musikfachblatt Rolling Stone noch nicht. Traditionell für Musik weißer Männer zuständig, wollte man anscheinend auch in der Februar-Ausgabe keine Frau auf dem Cover, eine schwarze zumal. Nein, Elvis prangt vorne, der »King of Rock’n’Roll«. Warum noch mal? Ach so, wegen der Titelstory, die »die 100 Größten Sänger aller Zeiten« verspricht. Dann wird Elvis also zum »größten Sänger aller Zeiten« gewählt worden sein, denkt man sich und ist dann doch recht verblüfft, dass der Rat der Weisen vom Rolling Stone sich gar nicht mal für den King entschieden hat, ja dass der nur abgeschlagen auf Platz drei gelandet ist und dass vielmehr Aretha Franklin, die »Queen of Soul«, den Thron bestiegen hat. Aretha Franklin also ist die »größte Sängerin aller Zeiten«, so der Rolling Stone. Auf dem Titel des Magazins ist darüber rein gar nichts zu lesen.   aha