Betrügt nicht!

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Der letzte linke Student ist heute nicht gut drauf. Warum ist der letzte linke Student nicht gut drauf? Der letzte linke Student ist nicht gut drauf, denn: er hat sich nicht an die Entschlüsse gehalten. Und zwar: an die Entschlüsse der Partei. Die Partei: ist in diesem Fall er selbst. Bekanntlich: ist er ja der letzte linke Student.
Allerdings: muss die Exekutive umsetzen, was die Judikative sich ausgedacht hat. So sagt es Robespierre. Das heißt: die Partei muss machen, was die Partei beschlossen hat. Das ist schon schwer: wenn die Partei viele ist. Das ist aber superschwer: wenn die Partei ganz allein mit sich ist. Welcher Entschluss nun wurde vom letzten linken Studenten nicht eingehalten? Der Entschluss, sich der neuen schönsten Studentin zu stellen. Im besonderen Notizbuch steht: »Es muss klar Schiff gemacht werden. Lenin sagt, wir müssen klare Verhältn. schaffen. Das heißt für mich, dass ich mich offenbaren muss – in Fra­gen der Politik genauso wie in Fragen der Privatheit.« So steht es geschrieben. Und Geschriebenes: ist Gesetz. Und Gesetze: muss die Legislative an die Judikative übergeben, damit die Exe­kutive sie ausführt. Wer aber überwacht die Gewaltenteilung? Wenn man allein alles zugleich ist? Eben auch man selbst. Das heißt: keine Überwachung. Das bedeutet: das Versagen des Systems. Das wiederum aber alles heißt: der letzte linke Student braucht die neue schönste Studentin, damit er zu zweit ist und überwacht wird. Doch genau die: kriegt er nicht. Weil: das System nicht funktioniert. Das be­deutet: Lösungslosigkeit. Und die bedeutet: Verzagtheit. Das schließlich: verhindert am Ende die Revolution. Traurig. Sehr traurig. Und auch wir sollten traurig sein, hier geht es schließlich auch um uns.