LeserInnenworld

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Jungle World, 33/09: »Kultur auf Raten«
Die Piraten und die Flatrate
Der Artikel ist meiner Meinung nach arg kurz gegriffen, zwei Dinge möchte ich jedoch insbesondere kritisieren.
Erstens: Die Piratenpartei steht nicht für die Kulturflatrate, weil es zu viele ungeklärte Fragen gibt, wie das Verteilungsproblem der Einnahmen, der zu befürchtende Bürokratieaufwand (vgl. Gema) oder auch die Frage, inwieweit eine kulturelle Zwangsmaßnahme auf alle Internetanschlüsse zu rechtfertigen ist (vgl. die Diskussion über die GEZ-Abgabe für internetfähige Computer unabhängig von der Nutzung).
Zweitens ist die Diskussion um eine Neuorganisation der Vergütung von Rechteinhabern ohne eine Diskussion über die Modernisierung des Urheberrechts in meinen Augen nicht sehr sinnvoll, denn im Endeffekt betrifft das Problem nicht nur Filme und Musik, sondern auch Sach­texte, journalistische und wissenschaftliche Veröffentlichungen usw. Am Schluss bringt der Artikel die ganze Debatte dann zum Glück doch auf den Punkt: »Den Fragen und Auswirkungen der digitalen Revolution wird man sich ohnehin stellen müssen.« Genau das sagt die Piratenpartei übrigens auch. Christina Ehlig, Pirat