Der Neffe von Gilles Deleuze

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Achim Szepanski. Der Mann war Betreiber des zeitweilig wichtigsten Labels für elektronische Musik, Mille Plateaux, wo versucht wurde, elektronische Musik nicht nur als Klang zu begreifen, sondern als Philosophie. Doch vor ein paar Jahren ging der Laden des Gilles-Deleuze-Fans den Bach runter. Insolvenz. Dann blieb es still um Szepanski. Doch jetzt kehrt er als Romanautor zurück. Der Zeitschrift De:Bug gab er ein Interview, in dem er erklärt, wovon seine Romantrilogie handelt. Gut, dass Szepanski wieder da ist. Gleich gibt er dem heutigen Literaturbetrieb eine mit: »Wenn man heute dagegen nur noch in Substantiven und Verben schreibt, also einen Telegrammstil generiert, dann parodiert man sozusagen den eigenen narrativen Overkill, weil die Erzählungen in einen Schematismus hineinrutschen, der zudem noch die kuriosesten Peinlichkeiten wieder in die Muster von konventioneller Individualität einschreibt.« Das sind so typische Szepanski-Sätze aus dem Interview. Die Bücher werden bestimmt noch seltsamer sein.   AHA