Playboys gegen Mädchen

<none>

Von anna kow
Anzeige

Wer sich immer schon gefragt hat, woher die ganzen Probleme kommen, findet im Playboy die Antwort. Dort erklärt Til Schweiger anlässlich seines neuen Films »Kokowääh«: »Als Mann eine Frau zu verstehen, ist genauso unmöglich, wie als Frau einen Mann zu verstehen. Deswegen haben wir doch die ganzen Probleme.«
Doch wo Til Schweiger aufgibt, fängt der Playboy erst an. Ein echter Mann scheut schließlich keine Herausforderung, nicht einmal die, Frauen zu verstehen. Auf der zum Playboy gehörenden Internetseite »Der Berater« finden sich Antworten auf fast alle Fragen. Zum Beispiel wird endlich geklärt, warum Frauen beim Sex so laut stöhnen: damit die Sache möglichst schnell vorbei ist. Ja, liebe männliche, heterosexuelle Leser, tut mir leid. Da brechen Welten zusammen. Um das männliche Selbstwertgefühl nach diesem Schlag wieder auf­zubauen, empfiehlt sich die Zeugung eines Sohnes, denn: »Vater zu werden ist eines der schönsten Erlebnisse im Leben eines Mannes.« Auch da weiß »Der Berater« Rat, denn um einen Sohn zu zeugen, muss zuallererst verhindert werden, eine Tochter zu zeugen. »Wer möchte sich das schon vermiesen, indem er sich danach jahrelang mit Zöpfe flechten, Ponyreiten und der gewaltsamen Abwehr erregter Teenagerjungs beschäftigen muss?« Niemand! Deswegen sollten Männer dafür sorgen, dass ihre Frau mehr als 54 Kilo wiegt – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Jungen zur Welt zu bringen. Echt hart, aber hey: Nach der Geburt eines Sohnes kann sie ja wieder abnehmen. Eine stabile Partnerschaft und der Verzicht auf Sex im Frühling (macht Mädchen!) werden ebenfalls empfohlen. Wer ganz sicher gehen will, kann seine Spermien an das Unternehmen »Microsort« schicken. Dort werden die Samen, die das Y-Chromosom tragen, aussortiert und können dann per künstlicher Befruchtung eingepflanzt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich auf dem ­Y-Chromosom nicht doch irgendwo noch ein rosafarbenes, ponyreitendes Sissy-Gen versteckt!