Die Reaktion

<none>

Anzeige

Wieder kam sehr viel Post an. Das finden wir prima! Zum Artikel über die Krüppelbewegung (50/2011) schreibt uns Michael E.: »Als Betreuer in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung muss ich feststellen, dass sich zwar die Situation vieler körperlich behinderter Menschen deutlich gegenüber früheren Zuständen gebessert hat, allerdings hat sich für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Mehrfachbehinderung wenig verbessert. Sie leiden unter weitgehend unsichtbaren Sozialkürzungen und Lohndumping der Sozialkonzerne. Entgegen dem Eindruck, den der Artikel erweckt, dass Menschen mit Behinderung inzwischen weitgehend gleichgestellt seien, scheint die deutsche Gesellschaft wenig Interesse zu haben, Menschen mit geistiger Behinderung Teilhabe zu ermöglichen.« Kathi kritisiert: »Wie kann es sein, dass der Autor, der sich in seinem Artikel ›Made in GDR‹ (50/2011) kritisch mit der Problematik des Rassismus beschäftigt, es nicht für nötig hält, selbst auf rassistische Begriffe zu verzichten? ›Überfälle auf Fremde‹ – Wer das Wort ›Fremde‹ in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund benutzt, impliziert die Nichtzugehörigkeit dieser Personen zur Gesellschaft.« Noch härter traf uns folgende Kritik: »Erstaunlich, wie ihr es schafft, über Veganismus zu schreiben (50/2011), ohne die üblichen Nazivergleiche und Polemiken zu bedienen! Ich bin positiv überrascht! Dass Veganismus und Hedonismus sich nicht ausschließen, sondern ganz gut zusammenpassen, ist jetzt auch bis zu euch vorgedrungen – prima! Schöne Grüße von der Piratin.« Und Ingo H. kritisiert, dass in der vorigen Ausgabe gleich in zwei Literaturrezensionen vergessen wurde, die Übersetzer beim Namen zu nennen: »Seit Jahren kämpfen wir Übersetzer als Urheber um die angemessene Sichtbarkeit (und natürlich um einigermaßen angemessene Bezahlung, aber daran könnt ihr wenig ändern). Das bedeutet mindestens die Nennung in Rezensionen, wenn möglich auch eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit unserer Arbeit. An euch ist diese Diskussion scheinbar vollkommen vorbeigegangen.«