Einer liest immer mit

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Im Internet ist Datenschutz immer ein wich­tiges Thema. Will man ein soziales Netzwerk nutzen, dann kommt man gar nicht darum herum, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das geht schon los beim Einrichten seines Profils. Die gängigen Möglichkeiten gehen von »für alle sichtbar« über »Freunde von Freunden« bis »Freunde«. Das klingt doch eigentlich gar nicht schlecht – wären da nicht noch andere, die trotzdem mitlesen können, auch wenn die Einstellung auf »niemand darf das sehen« steht.
Immer mitlesen kann zum einen der Anbieter. Facebook überwacht sogar alle Chats der User vollautomatisch. Gesucht wird dabei nach einzelnen Wörtern oder Satzstücken, die – einmal eingetippt und gesendet – dazu führen können, dass die Software den Chat genauer analysiert. Besonders scharf schaut das Programm hin, wenn nur lockere Verbindungen zwischen den Gesprächspartnern bestehen. Für Facebook sind Verbindungen locker, wenn man wenige gemeinsame Freunde hat. Aber auch ein großer Altersunterschied wird als Kriterium genannt. Wenn die Software genügend Anzeichen findet, dass da etwas nicht in Ordnung zu sein scheint, schaut sich ein Mitar­beiter den Chat an – vielleicht passiert da ja etwas Illegales. Laut den eigenen Datenschutz­bestimmungen darf Facebook dies – und darf dies auch anzeigen.
Doch nicht nur der Anbieter eines Internetdienstes kann mitlesen. Zum Beispiel darf dies auch der Betreiber des Netzwerks, über den der Computer eines Nutzers in das Internet geht. Denn bei den meisten sozialen Netzwerken und bei sogenannten »Instant Messengern« wie MSN, ICQ oder Yahoo läuft die Kommunikation über das Internet unverschlüsselt.