W. G. Sebald zum 70. Geburtstag

Elende Patrioten

W. G. Sebald und die Unfähigkeit der Deutschen zur Scham.

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Vielleicht sollte ich mich Ihnen kurz vorstellen mit dem, was man a person’s record nennt. Geboren und katholizistisch erzogen wurde ich einem Dorf in den bayerischen Alpen« (1), schreibt der 22jährige W. G. Sebald aus England, wohin er seinen Wohnsitz verlegt hatte, an den Frankfurter Professor Theodor W. Adorno, um diesen anschließend mit seinen Überlegungen zu Carl Sternheim zu konfrontieren, die er einer kurzen Bemerkung Adornos in den »Minima Moralia« gegenüberstellt. Sebald wurde am 18. Mai 1944 in Wertach im Allgäu geboren. Nach England ausgewandert und seine, wie er es nannte, »richtigen Nazi-Namen« (Winfried Georg) nur noch mit W. G. abkürzend, lebte er seit 1970 in Norwich, wo er an der University of East Anglia als Professor für Neuere Deutsche Literatur arbeitete. Ab Ende der Achtziger veröffentlichte er Prosatexte und wurde, nicht zuletzt durch die öffentliche Nobilitation durch Susan Sontag, mit diesen schnell berühmt. Keines seiner Bücher konnte jedoch eine derartige Diskussion initiieren wie die Thesen der von ihm im Jahre 1997 gehaltenen Zürcher Poetikvorlesung unter dem Titel »Luftkrieg und Literatur«. Die ungebrochene Triftigkeit der Thesen ergibt sich aus ihrer Kritik an der Kontinuität von Gewalt und Verdrängung in Deutschland. Für das Verständnis von »Luftkrieg und Literatur« ist eine kurze Betrachtung der Sebaldschen Prosa vonnöten; ermöglicht sie doch das Verständnis seiner poetischen Konzeption. Die drei wichtigsten Werke sind »Die Ausgewanderten« (1992), »Die Ringe des Saturn« (1995) und das letzte, kurz vor seinem Tod im Jahre 2001 erschienene Buch »Austerlitz«.
In »Die Ausgewanderten«, im Untertitel als »Vier lange Erzählungen« bezeichnet, werden biographische Erzählungen mit dokumentarischen Fragmenten, Fotografien zumeist, arrangiert, eine Methode, die Sebald in allen seinen Werken verwendet. Es sind Erzählungen von Isolation, Verfolgung, Vertreibung der Juden im 20. Jahrhundert, exemplarisch dargestellt anhand der Lebensgeschichten von vier Auswanderern. Sebald spürt den Auswirkungen der politischen Gewalt des 20. Jahrhunderts bis in die kleinsten Details nach, so dass noch der letzten Fotografie eines Astes, einer Fahrkarte, des Himmels, der Schein der »endlosen Unschuldigkeit« (Elfriede Jelinek) genommen wird. Die Solidarität mit den Toten, denen gegenüber alles Lebendige in Verhältnis der Schuld steht, prägt die Erzählungen.
Die Zerstörung der sich immer wieder mit dem Schein der Kultur umgebenden vermeintlichen Harmlosigkeit wird in »Die Ringe des Saturn«, Untertitel: »Eine englische Wallfahrt«, zum Thema. Eine Wanderung durch die Grafschaft Suffolk wird zur Reise durch die Geschichte der Neuzeit und ihrer Grausamkeiten. Zufällige, blitzhafte Momente des Erinnerns werden fixiert, als dialektische Bilder im Sinne Walter Benjamins, Rettung durch Verdinglichung. Gegen das Vergessen – und alles Vergessen strebt zum Tode hin, wogegen die Literatur Einspruch erhebt, und zwar in ihren strengsten Versen, nicht in den laxen Einlassungen zur Tagespolitik – werden Kristallisationen geschaffen. Doch der Inhalt des zu Erinnernden sperrt sich gegen die Bewusstwerdung. Das Gewahrwerden der Gewalt ist dem einzelmenschlichen Bewusstsein nahezu unmöglich, da es dem Leben, der Selbsterhaltung auch, verpflichtet ist. Dieser Unmöglichkeit entspringend, erweitert sich bei Sebald der Rahmen des Literarischen, des Stoffes der Erzählung. Das schmerzhafte, mit sich ringende Bewusstsein ist literarisch darstellbar, dem Alltagsbewusstsein in seiner nach Identität strebenden Partikularität jedoch ist zu misstrauen. Gegenstände aller Art, auch dokumentarische, fallen bei Sebald in den Bereich des Literarischen. Keine direkte Rede lässt den Schein erzählerischer Unmittelbarkeit entstehen, alles Material wird literarisch durchgebildet. Sebalds Stil, der sich durch ausladende Sätze auszeichnet, die für in der Syntax prozessierende und sich organisierende Widersprüche Raum geben – in dieser Hinsicht an den von ihm studierten Adorno und den von ihm verehrten Thomas Bernhard erinnernd –, ist die Gegenthese zum mit Tiefsinn kokettierenden, die eigene sprachliche Armut in endlosen Ketten von Hauptsätzen zur Schau stellenden Gros der Gegenwartsliteratur. Die Poetik Sebalds ist von der Spannung zwischen dem Stil, der an die Grenzen der Prosa geht, und dem Stoff, der mit der Vernichtung der europäischen Juden an die Grenzen des Erzählbaren geht, geprägt. Sebald beginnt das Schreiben auf Grundlage der von Adorno diagnostizierten Krisis der Erzählung: »Es lässt sich nicht mehr erzählen, während die Form des Romans Erzählung verlangt.« (2) Dieser Paradoxie literarisch im Kraftfeld von sprachlicher Poiesis und stofflicher Mimesis zum Ausdruck zu verhelfen, gehört zu der herausstechendsten Besonderheit der Prosa Sebalds, die beim Lesen Zustände herbeiführt, die titelgebend für eine frühere Arbeit von ihm waren: »Schwindel. Gefühle« (1990). So sind es die Abgründe der Geschichte, in die sich Sebald mit seiner Form dialektischen Schreibens begibt und über die er sagte: »Alles liegt in ihnen durcheinander, und wenn man in sie hinabschaut, so graust und schwindelt es einen.« (3) So verhält es sich in dem zuletzt erschienenen »Austerlitz«, der Geschichte von Jaques Austerlitz, dem der Ich-Erzähler auf dessen Reise durch Europa begegnet, von Antwerpen über Terezín (Theresienstadt) nach Paris und London, auf der Suche nach seiner Vergangenheit, die die mörderische Geschichte des 20. Jahrhunderts ist und auf einem jüdischen Friedhof in London endet.
Momente europäischer Geistesgeschichte werden mit der Gewalt des Prozesses der Zivilisation in Konstellationen gebracht. Die Anspielungen sind zahlreich. In einem Traum gibt es einen Verweis auf Casanova und dessen fünfbändigen utopischen, 1788 in Prag erschienenen Roman »Icosameron«. In welcher Beziehung mag dieser zu der ebenfalls in dem Traum durch die »Schwarze Wand« angedeuteten Vernichtung durch die Nazis stehen? Sebald beantwortet die Frage nicht. Er zwingt seinerseits zur Recherche, zur genauen Betrachtung der Geschichte, in der die »Glücks- und Unglücksorte«, wie »Austerlitz« es an den Bahnhöfen exemplifiziert, oftmals die gleichen sind. In dem Roman von Casanova beschäftigt sich die Figur Eduard ausführlich mit der massenhaften Tötung von Schlangen durch ein giftiges Gas. (4) Die Unsicherheit des Erzählens, die als Schwindel auf den Leser übergreift, hat ihren Grund in der Unbeständigkeit der menschlichen Zivilisation, die, weil auf Gewalt begründet, sich nicht auf Dauer aus sich selbst erhalten kann, sondern immer wieder die Barbarei aus sich hervorbringt. Sebalds Schreiben ist geprägt von Paul Celan, Walter Benjamin, Peter Weiss und Jean Améry, Autoren, die er sehr schätzte und über die lesenswerte Essays von Sebald in den beiden Bänden »Unheimliche Heimat« und »Die Beschreibung des Unglücks« vorliegen.
Im Spätherbst 1997 trug W. G. Sebald im Rahmen der Zürcher Poetikvorlesungen seine Überlegungen zu Luftkrieg und Literatur vor. Die von ihm vertretene These lautet, dass die deutsche Literatur vor dem Grauen des Luftkrieges versagt habe, Zeugnis der »Unfähigkeit einer ganzen Generation deutscher Autoren, das, was sie gesehen hatten, aufzuzeichnen und einzubringen in unser Gedächtnis«. (5) In Teilen der deutschen Öffentlichkeit wurde diese These Sebalds als Tabubruch missverstanden und mit dem Startschuss für den kollektiven Vomitus der angesammelten Ressentiments verwechselt. Oder wie Heiner Müller einmal schrieb: »Das Potential der Rechten ist verstärkt worden durch ein Versäumnis der ­Literatur. Weiße Flecken werden in unserm ­Klima eher braun als rot.« (6) Bezeichnend ist, dass die Überlegungen, die Sebald über ein spezifisches literarisches Phänomen anstellt, in eine »Debatte« über den alliierten Bombenkrieg transformiert wurden, in deren Zuge Bücher wie »Der Brand« und »Brandstätten« des Historikers Jörg Friedrich erschienen, dessen Kombination aus teils grober Verletzung wissenschaftlicher Regeln und sprachlicher wie bildhafter Suggestion seine relativistische Absicht erkennen lassen: Bomberstaffeln werden als Einsatzgruppen, brennende Keller als Krematorien, Bombenopfer als Ausgerottete, die Beschädigung von Bibliotheken als Bücherverbrennung beschrieben. Angesichts dessen ist es angebracht, die Argumentation Sebalds, über die er sagte, dass es sich um »eine unfertige Sammlung diverser Beobachtungen, Materialien und Thesen« (7) handele, en détail darzustellen.

Leichen, Trümmer, Wiederaufbau

Sebald konstatiert, dass die Kenntnis der Statistiken, seien sie entnommen den Strategic Bombing Surveys der Alliierten oder den ­Erhebungen des Bundesamts für Statistik – 400 000 Flüge, über eine Million Tonnen Bomben – schwerlich eine Vorstellung von den Wirkungen einer solchen Maschinerie des modernen Krieges vermitteln könne. Auch die direkt Betroffenen haben, trotz teils überwältigender sensorischer Eindrücke, die eben kein Garant für Erfahrung, sondern wohl eher für die Phrase, die leere Abstraktion, sind, eine Erfahrung im Bewusstsein nicht gemacht. Die Existenz ganzer Ruinenstädte schien den Deutschen, die zuvor halb Europa in Schutt und Asche gelegt hatten, keinesfalls rätselhaft, nicht einmal bemerkenswert. Den Deutschen, angetreten, die Welt zu säubern und reinigen, dämmerte mit Kriegsende zwar, dass sie selbst das »Rattenvolk«, eine Masse verlauster präzivilisatorischer Sammler, waren, wie Sebald schreibt, dass sie selbst verdreckt, immer hungrig sowie materiell und moralisch verelendet waren. In einem Nebensatz merkt Sebald an, dass das starke Bedürfnis nach Parfüm im wiederaufgebauten Deutschland mit diesem Schock in Verbindung gestanden habe. Doch die sich anbahnende Erkenntnis wurde durch heroisch camoufliertes blindes Weitermachen neutralisiert.
Die Kombination von solcher Erfahrungslosigkeit mit dem Heroismus stellt den Wiederaufbau in eine Kontinuität mit dem Nationalsozialismus. Sebald schreibt: »Nicht als grauenvolles Ende einer kollektiven Aberration erscheint also diese totale Zerstörung, sondern, sozusagen, als die erste Stufe des erfolgreichen Wiederaufbaus.« Der Grund für den Ausfall des Bewusstseins liegt in der Nichtrealisierung der Niederlage, schon auf der basalen Ebene, der materiellen Verwüstung der unmittelbaren Umgebung. Solange dieses Elend nicht durch Reflexion bewusst gemacht wird, ist der Faschismus nicht gebannt. Sebald argumentiert ähnlich wie Adorno in dessen 1959 gehaltenem Vortrag »Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit?«. Dort heißt es: »Will man objektiv der objektiven Gefahr etwas entgegenstellen, so genügt dafür keine bloße Idee, auch nicht die von Freiheit und Humanität, die ja, wie man mittlerweile gelernt hat, in ihrer abstrakten Gestalt den Menschen nicht eben gar zu viel bedeutet. Knüpft das faschistische Potential an ihre, sei’s auch noch so begrenzten, Interessen an, dann bleibt das wirksamste Gegenmittel der durch seine Wahrheit einleuchtende Verweis auf ihre Interessen, und zwar auf die unmittelbaren. Man macht sich schon des spintisierenden Psychologismus schuldig, wenn man bei derlei Bemühungen sich darüber hinwegsetzt, dass der Krieg und das Leiden, das er über die deutsche Bevölkerung brachte, zwar nicht hinreichte, jenes Potential zu tilgen, aber ihm gegenüber doch ins Gewicht fällt. Erinnert man die Menschen ans Allereinfachste: dass offene oder verkappte faschistische Erneuerungen Krieg, Leiden und Mangel unter einem Zwangssystem (…); kurz, dass sie auf Katastrophenpolitik hinauslaufen, so wird sie das tiefer beeindrucken als der Verweis auf Ideale oder selbst der auf das Leid der anderen, mit dem man ja, wie schon La Rochefocauld wusste, immer verhältnismäßig leicht fertig wird. (…) So vergessen aber sind Stalingrad und die Bombennächte trotz aller Verdrängung nicht, dass man den Zusammenhang zwischen einer Wiederbelebung der Politik, die es dahin brachte, und der Aussicht auf einen dritten Punischen Krieg nicht allen verständlich machen könnte.« (8) Die Bombennächte und ihre Wirkungen sind zwar verdrängt, jedoch nicht vollständig und dauerhaft, und die vorgebliche Aufarbeitung knüpft an die Latenz des Verdrängten an.
Sebald zeigt das an drei Typen deutscher Nachkriegsliteratur: »War die ältere Garde der sogenannten inneren Emigranten vornehmlich damit beschäftigt, sich ein neues Ansehen zu geben und, wie Enzensberger anmerkt, den Freiheitsgedanken und das humanistisch-abendländische Erbe in endlosen verquasten Abstraktionen zu beschwören, so war die jüngere Generation der gerade heimgekehrten Autoren dermaßen fixiert auf ihre eigenen, immer wieder in Sentimentalität und Larmoyanz abgleitenden Erlebnisberichte aus dem Krieg, dass sie kaum ein Auge zu haben schien für die allerorten sichtbaren Schrecken der Zeit.« Der dritte Typus der Nachkriegsliteratur, die Trümmerliteratur, »erweist sich bei näherer Betrachtung als ein auf die individuelle und kollektive Amnesie bereits eingestimmtes, wahrscheinlich von vorbewussten Prozessen der Selbstzensur gesteuertes Instrument einer auf keinen Begriff mehr zu bringenden Welt«. (9) Alle drei Typen verbindet die fehlende Reflexion auf die vollendete Schäbigkeit des deutsche Volkes nach 1945. Deswegen kann es so verbissen an den Wiederaufbau, den nächsten immer noch andauernden Versuch, gehen: »Zu den Voraussetzungen des deutschen Wirtschaftswunders gehörten ja nicht nur die enormen Investitionssummen des Marshall-Plans, der Ausbruch des Kalten Kriegs und die von den Bombergeschwadern mit brachialer Effizienz besorgte Verschrottung veralteter Industrieanlagen, es gehörten zu ihnen auch das in der totalitären Gesellschaft erlernte fraglose Arbeitsethos, die logistische Improvisationsfähigkeit einer von allen Seiten bedrängten Wirtschaft, die Erfahrung der im Einsatz von sogenannten Fremdarbeit und der letzten Endes nur von wenigen bedauerte Verlust der schweren historischen Fracht, die zwischen 1942 und 1945 mit den jahrhundertealten Wohn- und Geschäftshäusern in Nürnberg und Köln, in Frankfurt, Aachen, Braunschweig und Würzburg in Flammen aufging. In der Genese des Wirtschaftswunders sind dies die einigermaßen identifizierbaren Faktoren gewesen. Der Katalysator aber war eine rein immaterielle Dimension: der bis heute nicht zum Versiegen gekommene Strom psychischer Energie, dessen Quelle das von allen gehütete Geheimnis der in die Grundfesten unseres Staatswesens eingemauerten Leichen ist, ein Geheimnis, was die Deutschen in den Jahren nach dem Krieg fester aneinander band und heute noch aneinander bindet, als jede positive Zielsetzung, im Sinne etwa der Verwirklichung der Demokratie, es jemals vermochte. Vielleicht ist es nicht verkehrt, an diese Zusammenhänge gerade jetzt (1997; J. H.) zu erinnern, da das zweimal bereits gescheiterte großeuropäische Projekt in eine neue Phase eintritt und der Einflussbereich der D-Mark – die Geschichte hat eine Art, sich zu wiederholen – ziemlich genau so weit sich ausdehnt wie im Jahr 1941 das von der Wehrmacht besetzte Gebiet.« (10)

Luftkrieg und Literatur

Sebald schließt mit einer Beschreibung des britischen Bombenkriegs – allerdings nicht im Sinne einer Debatte unter Deutschen nach 1945, die sich angesichts der begangenen Verbrechen keineswegs Urteile über militärpolitische Entscheidungen der Alliierten erlauben konnten, da noch dazu »die tatsächlichen Pionierleistungen im Bombenkrieg – Guernica, Warschau, Belgrad, Rotterdam – von den Deutschen vollbracht wurde«: »Und wenn wir an die Brandnächte von Köln und Hamburg und Dresden denken, dann sollten wir uns auch in Erinnerung rufen, dass bereits im August 1942, als die Spitzen der sechsten Armee die Wolga erreicht hatten und nicht wenige davon träumten, wie sie nach dem Krieg in den Kirschgärten am stillen Don auf einem Landgut sich niederlassen wollten, die Stadt Stalingrad, die zu jenem Zeitpunkt wie später Dresden von Flüchtlingsströmen angeschwollen war, bombardiert wurde von zwölfhundert Fliegern, und dass dort während dieses Angriffs, der Hochgefühle auslöste unter den am anderen Ufer stehenden deutschen Truppen, vierzigtausend Menschen ihr Leben ließen.« (11)
Der Ausgangspunkt für Sebald war die Diskussion in England. Diese umfasste, wie Sebald es skizziert, zwei wesentliche Punkte. Der erste, ethischer Natur, war die Frage des Umgangs mit dem Feind anhand des area bombing, über die in England, was für den Grad an Zivilisiertheit dieses Landes spricht, gestritten wurde. In diese Diskussion mischte sich mutmaßlich auch ein schlechtes Gewissen, Folge des Erschreckens über die Härte, die man hat anwenden müssen, um den Nationalsozialismus militärisch niederzuringen. Der zweite Aspekt war die Frage, ob die Methode des area bombing, die, bei in ihrer Effektivität umstrittenen militärischen Erfolgen, eine enorm hohe Anzahl an Toten verursachte und ganze Generationen junger Männer im Feuer ihrer von deutschen Flak abgeschossenen Flugzeugen verheizte, angemessen war. Zweifellos gab es für das isolierte England 1942 keine andere Möglichkeit als den Luftkrieg, doch spätestens ab 1943 war der Verlauf des Zweiten Weltkrieg maßgeblich von der Erfolgen der Roten Armee und später der US-amerikanischen Truppen im Westen und im Süden abhängig, der Luftkrieg verlor seine herausragende militärische Bedeutung. Eine Veränderung der Strategie war jedoch schwierig. Die Kriegsproduktion war auf Flächenbombardements umgestellt worden, das »einmal her­gestellte Material, die Maschinen und ihre wertvolle Fracht, einfach ungenutzt auf ostenglischen Flugfeldern liegen zu lassen, dagegen sträubt sich der gesunde Wirtschaftsinstinkt«. (12) Das area bombing war zudem als moral bombing konzipiert. Der gewünschte Effekt trat allerdings bei den verstockten Deutschen weder zu Zeiten der Bombardierung noch nach Ende des Krieges ein. Günther Anders schrieb 1953 über deutsche Opfer der Bombenangriffe: »Hatten sie denn im Augenblick der Katastrophe begriffen, was ihnen geschah? Hatten sie denn in den Schlägen, als diese fielen, die Hand des wahren Schlägers gespürt? Und, als sie klagten, ihn angeklagt, ihn und sich selbst? Und als sich der Himmel über ihnen rötete, in dem Feuer, das ihre Welt verschlang, das Feuer der Fackelzüge des Jahres ’33 wiedererkannt?« (13) Eher nicht. Die Deutschen standen den Bombardements mit einer stillen Faszination gegenüber, empfanden sie als eine Art metaphysische Prüfung. Empfänglich für die Botschaft des moral bombing waren eher Deutsche, die schon nicht mehr in Deutschland weilten, wie Thomas Mann, der die Bombardierung seiner Heimatstadt Lübeck kommentierte: »Ich denke an Coventry und habe nichts einzuwenden gegen die Lehre, dass alles bezahlt werden muss.« Polemisch gesagt: Der Luftkrieg war nicht der Einbruch der Vernunft vom Himmel, wie es Parolen wie »Bomber Harris, do it again!« nahelegen. Der Wunsch, dass Tausende junge Piloten sich für deutsche Befindlichkeiten abknallen lassen sollen, ist wohl eher zynisch zu nennen, wenn es nicht sowieso der deutschen Linken liebstes Spiel ist, der eigenen Ohnmacht die Weihen höherer Vernunft zu verleihen. Die Blutrache, wenn auch subjektiv berechtigt, ist objektiv die Verlängerung der Gewalt. Wolf Biermann, der sich mit seiner Mutter, einer Kommunistin, in den Luftschutzbunkern in Hamburg drängte und danach, wie er im Interview mit dem Spiegel 2003 erzählte, »durchs Feuer lief«, während sein Vater, Kommunist und Jude, in Auschwitz vergast wurde, hatte alles Recht zu schreiben: »Und weil ich unter dem Gelben Stern / In Deutschland geboren bin / Drum nahmen wir die englischen Bomben / Wie Himmelsgeschenke hin.« Doch die historische Spezifik vergeht und verändert sich, und Bombenstoßgebete taugen inzwischen als Polit-Performance im Rahmen deutscher Selbstbezüglichkeit. Auch ist der Bombenkrieg kein Produkt eines deutschen Opferdiskurses, sondern ein außerhalb des Diskurses angesiedelter Gegenstand. Doch vielleicht ist es der Kunst vorbehalten, auf Entscheidungen, die politisches Handeln erfordert, verzichten zu können. In dieser Art argumentiert auch Sebald, den nicht eine sogenannte Verortung im Feld der politischen Diskurse interessiert, sondern die Geschichte der Gewalt im 20. Jahrhundert. Diesen Zusammenhang fasste Bertolt Brecht 1944 in die Verse: »Das sind die Städte, wo wir einst unser ›Heil!‹ / Den Weltzerstörern einst entgegenröhrten. / Und unsere Städte sind auch nur ein Teil / Von allen Städten, welche wir zerstörten.« (14)

Erfahrung und Erzählung

Doch was hat die Literatur mit dem Luftkrieg zu tun? Die Notwendigkeit einer literarischen Bearbeitung der Erfahrung der Bombardements ergibt sich aus dem Versagen der Alltagssprache bei ihrem gleichzeitigen scheinbaren Weiterfunktionieren. »Das anscheinend unbeschadete Weiterfunktionieren der Normalsprache in den meisten Augenzeugenberichten ruft Zweifel herauf an der Authentizität der in ihnen aufgehobenen Erfahrungen.« (15) Das Aufkommen des Jargons – »an jenem furchtbaren Tag, an dem unsere schöne Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurde«, »ein Raub der Flammen«, »die verhängnisvolle Nacht«, »die Hölle«, »das Inferno« oder »das furchtbare Schicksal der deutschen Städte« – sei ein Zeichen der Abwehr der Erinnerung. Sebald zieht daraus folgenden Schluss: »Die Berichte einzelner Augenzeugen sind darum nur von bedingtem Wert und bedürfen einer Ergänzung durch das, was sich erschließt unter einem synoptischen, künstlichen Blick.« (16) Die kleinbürgerliche Vorstellung von der Vernichtung der Ursprünglichkeit und Harmonie erfüllt Sebald mit dem »größten Unbehagen« und wird Objekt seines Spotts: »Da ist die herrliche Welt unserer Berge, das unbeschwert auf der Schönheit der Heimat ruhende Auge, das heilige Christfest, der Schäferhund Alf, der sich freut, wenn Frauchen von Dorle Breitschneider zum Spaziergang abgeholt wird; von unserem damaligen Leben und Empfinden wird berichtet, von einem schönen Begegnen bei Kaffee und Kuchen, die in Hof und Garten schaffende Omi findet mehrfach Erwähnung, und man hört von verschie­denen Herren, die zum Essen und gemütlichen Beisammensein gekommen sind; Karl ist in Afrika, Fritz im Osten, Bübchen springt als Nackedei im Garten herum; unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei den Soldaten in Stalingrad; Omi schreibt aus Fallingbostel, Vati ist in Russland gefallen; man hofft, dass die die Grenze der Steppenflut standhalten wird (…) und so weiter und so fort.« (17) Berichte, die sich vor allem durch die Abwesenheit von bewusst gemachter Erfahrung, von Bewusstsein überhaupt auszeichnen. »Eines der Probleme sogenannter Erlebnisberichte ist das ihres inhärenten Ungenügens, ihrer notorischen Unzuverlässigkeit und eigenartigen Leere, ihrer Neigung zum Vorgeprägten, zur Wiederholung des Immergleichen.« (18) Da die Unmittelbarkeit des Berichts, gerade im Anblick des Neuen (und die Bombardements waren sicherlich eine Erfahrung, die schlecht mit den Begriffen der Tradition zu fassen war), nur in leere Abstraktionen, Phrasen und Jargon verfällt, kommt der stringenten ästhetischen Konzeption die Aufgabe der sekundären Bearbeitung dieser Erfahrungen zu, bis diese zur Kenntlichkeit entstellt sind.
In einer Passage beschreibt Sebald einen Bombenangriff der Royal Air Force auf Hamburg. Die Erfassung der technischen Dimen­sion anstelle schiefer Landschaftsmetaphorik ist wesentlich, denn was dem Einzelnen als ­irrational erscheinen mag, hat doch eine inhärente, und sei es nur technische Logik: »Nach einem bereits bewährten Verfahren wurden zunächst durch viertausendpfündige Sprengbomben sämtliche Fenster und Türen zerschlagen und aus den Rahmen gerissen, dann mit leichten Brandsätzen die Dachböden angesteckt, während Brandbomben mit einem Gewicht bis zu 15 Kilo zugleich bis in die tieferen Geschosse durchschlugen. Binnen weniger Minuten brannten überall auf dem zirka zwanzig Quadratkilometer großen Angriffsareal riesige Feuer, die so schnell zusammenwuchsen, dass bereits eine Viertelstunde nach dem Niedergehen der ersten Bomben der gesamte Luftraum, so weit man sah, ein einziges Flammenmeer war. Und nach weiteren fünf Minuten, um ein Uhr zwanzig, erhob sich ein Feuersturm von einer Intensität, wie sie kein Mensch für möglich gehalten hätte bis dahin. Mit solcher Gewalt riss das jetzt zweitausend Meter in den Himmel hinauflodernde Feuer den Sauerstoff an sich, dass die Luftströme Orkanstärke erreichten und dröhnten wie mächtige Orgeln, an denen alle Register gezogen wurden zugleich. Drei Stunden lang brannte es so. Auf seinem Höhepunkt hob der Sturm Giebel und Hausdächer ab, wirbelte Balken und ganze Plakatwände durch die Luft, drehte Bäume aus ihrem Grund und trieb Menschen als lebendige Fackeln vor sich her. Hinter einstürzenden Fassaden schossen haushoch die Flammen hervor, rollten gleich einer Flutwelle mit einer Geschwindigkeit von über 150 Stundenkilometer durch die Straßen, kreiselten als Feuerwalzen in seltsamen Rhythmen über die offenen Plätze. In einigen Kanälen brannte das Wasser. In den Straßenbahnwaggons schmolzen die Glasscheiben, der Zuckervorrat kochte in den Kellern der Bäckereien. Die aus ihren Unterständen Geflohenen sanken unter grotesken Verrenkungen in den aufgelösten, dicke Blasen werfenden Asphalt. (…) Als der Morgen anbrach, durchdrang das Sommerlicht die bleierne Düsternis über der Stadt. Bis in eine Höhe von achttausend Metern war der Rauch aufgestiegen und hatte sich dort ausgebreitet als eine riesige amboßförmige Kumulonimbuswolke. Eine wabernde Hitze, von der die Bomberpiloten berichteten, dass sie sie gespürt hätten durch die Wandungen ihrer Maschinen, ging lange noch von den qualmenden, glosenden Steinbergen aus. Wohnsiedlungen mit einer Straßenfront von insgesamt zweihundert Kilometern waren restlos zerstört. Überall lagen grauenvoll entstellte Leiber. Auf manchen flackerten noch die bläulichen Phosphorflämmchen, andere waren braun und purpur gebraten und zusammengeschnurrt auf ein Drittel ihrer natürlichen Größe. Gekrümmt lagen sie in den Lachen ihres eigenen, teilweise schon erkalteten Fetts.« (19)
In dem Sperrgebiet wurden Strafbrigaden und Lagerhäftlinge für die Aufräumarbeiten eingesetzt. Aus dieser sogenannten Todeszone, über der wochenlang der Geruch der Verwesung lag, berichtete der Hamburger Schriftsteller Hans Erich Nossak, dessen in keiner Beziehung zu dem unsäglichen Filmprodukt der letzten Dekade stehendes Werk »Der Untergang« Sebald lobt, dass die Häftlinge sich mit Flammenwerfen den Weg durch Schwärme von Fliegen bahnen mussten, der Boden bedeckt von mit glitschigen, fingerlangen Maden: »Frech und fett tummelten sich die Ratten auf den Straßen. Aber noch ekelerregender waren die Fliegen. Große, grünschillernde, wie man sie noch nie gesehen hatte. Klumpenweise wälzten sie sich auf dem Pflaster, saßen an den Mauerresten sich begattend übereinander und wärmten sich müde und satt an den Splittern der Fensterscheiben.« (20) Was Sebalds Interesse weckte und das Zentrum seiner Poetik ist, nannte er die Darstellung der Naturgeschichte der Zerstörung. Naturgeschichte ist ein historischer Prozess, der sich nicht unter den selbstgesetzten Zwecken der Menschheit vollzieht. Er bleibt das Verhängnis der Vorgeschichte: »Der Zweite Krieg aber ist der Erfahrung schon so völlig entzogen wie der Gang einer Maschine den Regungen des Körpers, der erst in Krankheits­zuständen jenem sich anähnelt. (…) Überall, mit jeder Explosion, hat er den Reizschutz durchbrochen, unter dem Erfahrung, die Dauer zwischen heilsamen Vergessen und heilsamen Erinnern sich bildet. Das Leben hat sich sich in eine zeitlose Folge von Schocks verwandelt, zwischen denen Löcher, paralysierte Zwischenräume klaffen« (21), schrieb Adorno 1944. Dieser Blick ist Sebald verwandt; es sind kritische Studien zur Anthropologie in einer vom Mythos gefangenen Welt.

Scham und Schande

Es zeigt sich, dass Sebalds Argument, dass es keine Literatur zum Luftkrieg gebe, nicht quantitativ gemeint ist, sondern in erster Linie qualitativ in Abgrenzung gegen die staatstragende Literatur nach 1945 und die Lüge der Alltagssprache, denn es gibt, von den Tagebüchern Victor Klemperers bis zu Gedichten, Erzählungen, Berichten von Bertolt Brecht, Wolf Biermann, Stephan Hermlin, Alexander Kluge, Hans Magnus Enzensberger und anderen, auch jüngere Versuche wie Heike Schmitz’ »Unser­einer Kriegsundführerkinder«, Zeugnisse von literarischer Qualität zum Luftkrieg. Den Maßstäben der Poetik Sebalds aber, die der Entsetzensstarre des Benjaminschen Engels der Geschichte ähnelt, dem Blick eines lidlosen Auges auf die Katastrophe in Permanenz gerichtet, wurde vieles nicht gerecht. Doch wird Sebalds These vom Schweigen der Literaten zumeist ­geteilt, wenn auch mit abweichender Intention.
So formulierte Klaus Harpprecht 1998 in der FAZ eine Erklärung für das Ausbleiben tauglicher Literatur, die die Erfahrungen des Luftkriegs artikulieren kann, exemplarisch wie folgt: »Das Schweigen verbarg vielleicht eine Scham, die kostbarer ist als alle Literatur.« Das ist nicht nur eine über die Zeiten vertraute deutsche Art, jeden Defekt zur Tugend zu veredeln, sondern eine entschiedene Gegenthese zu Sebald. Denn wenn Sebald auch in einem Gespräch aus dem Jahre 2000 betont, dass er nicht glaube, »dass die Deutschen jemals etwas Derartiges (Scham; J. H.) empfunden haben« (22), so ist sein Programm, wenn man das so nennen mag, die Evokation von Scham als sinnlich-moralische Erkenntnis; dass den Deutschen, die bis heute nicht realisiert haben, was sie verbrochen haben, im Anblick der eigenen erfahrenen Gewalt eine, wenn auch nur geringe Vorstellung bekommen, welche Gewalt sie in der Welt entfesselt haben, und dass dieser Schock sich zur Erfahrung verfestigen könnte. Und diese Erfahrung ist anders als Scham nicht zu beschreiben, individuell wie kollektiv.
Doch wie weiter mit der Scham? »Sie sehen mich lächelnd an und fragen: Was ist damit gewonnen? Aus Scham macht man keine Revolution. Ich antworte: Die Scham ist schon eine Revolution; sie ist wirklich der Sieg der Französischen Revolution über den deutschen Patriotismus, durch den sie 1813 (Völkerschlacht; J. H.) besiegt wurde. Scham ist eine Art Zorn, der in sich gekehrte. Und wenn eine ganze Nation sich wirklich schämte, so wäre sie der Löwe, der sich zum Sprunge in sich zurückzieht. Ich gebe zu, sogar die Scham ist in Deutschland noch nicht vorhanden; im Gegenteil, diese Elenden sind noch Patrioten.« (23) Scham wäre eine ­zivilisierte Geste. Sie wäre der Bruch mit der Kontinuität des deutschen Heroismus, sei er je nach Weltlage gerade militärisch oder ökonomisch. Mit dem Heroismus korrespondiert die Schande, die Harpprecht statt Scham wohl auch eigentlich meinte. Jene wird mit dem Luftkrieg in Verbindung gebracht, als äußerliches Stigma, Verachtung, und ist wohl der verbindende deutsche Mythos. Die Schande ist die gefallene und wiederzuerlangende Ehre und somit der Gegenbegriff zur Scham, der die wirkliche Anerkennung der eigenen Erbärmlichkeit ist. Mit der letzteren mag die Erkenntnis einhergehen, dass das deutsche Volk nur noch Revolution machen kann gegen sich selbst, wie es Ulrich Sonnemann einmal formulierte. Auch Sebald beschäftigte die Frage, wie aus Menschen Deutsche und wie möglicherweise aus Deutschen Menschen werden können. Im November 2001, kurz vor seinem Tod, erzählte er im Gespräch mit dem Spiegel, dass er an der Erkundung der éducation sentimentale des faschistischen Subjekts, des deutschen Kleinbürgertums, arbeiten wolle. Warum es ihn zur Erkundung solcher geschichtlicher Abgründe hinzog? Über den Luftkrieg sagte er, dass das Urbild einer Großstadt, das ihn, den 1944 Geborenen, lebenslang begleitete, eines von Trümmern und Ruinen war. Die staunende Verwunderung über die Wiedererrichtung der Kulisse um die Ruinen mag ausschlaggebend gewesen sein. Doch zur Geschichte der Gewalt zieht es Sebald, als Literat und Literaturwissenschaftler, nicht mit der Absicht, den Schrecken zu mildern, sondern ihn bewusst zu machen: »Es kommt ja schließlich darauf an, dass man dem Leser irgendwie klarmachen kann, dass das Leben ­etwas Furchtbares ist – so … so, wir wir es organisieren.« (24)

Anmerkungen:
(1) Marcel Atze / Franz Loquai (Hrsg.): Sebald. Lektüren, Eggingen 2005, S. 12
(2) Theodor W. Adorno: Noten zur Literatur. Frankfurt/Main 1981, S. 41
(3) W. G. Sebald: Luftkrieg und Literatur, Frankfurt/Main 2002, S. 80
(4) Marcel Atze: Casanova vor der schwarzen Wand, in: Sebald, Lektüren, S. 228 ff.
(5) Sebald, Luftkrieg und Literatur, S. 7
(6) Heiner Müller: Krieg ohne Schlacht, Köln 2003, S. 345
(7) Ebd., S. 75
(8) Theodor W. Adorno: Kulturkritik und Gesellschaft II, Frankfurt/Main 1997, S. 571 f.
(9) Sebald, Luftkrieg und Literatur, S. 17
(10) Ebd., S. 20 f.
(11) Ebd., S. 110
(12) Ebd., S. 25
(13) Günther Anders: Tagebücher und Gedichte, München 1985, S. 219
(14) Bertolt Brecht: Gedichte 2 (= Werke 12), Frankfurt/Main 1988, S. 258
(15) Sebald, Luftkrieg und Literatur, S. 32
(16) Ebd., S. 33
(17) Ebd., S. 89
(18) Ebd., S. 86
(19) Ebd., S. 33 ff.
(20) Zitiert nach: Sebald, Luftkrieg und Literatur, S. 42
(21) Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Frankfurt/Main 2003, S. 60
(22) W. G. Sebald: Auf ungeheuer dünnem Eis, Frankfurt/Main 2012 S. 192
(23) MEW Band 1, Berlin 1976, S. 337
(24) Sebald, Auf ungeheuer dünnem Eis, S. 234