Leo Fischer klingt diese Woche wie Peer Steinbrück

In welcher Partei ist der Lindner doch gleich?

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Liebe SPD, lieber Martin Schulz!
Für viele von euch wird es eine ziemliche Überraschung gewesen sein, dass ich mich spoantan aus meinem Beraterexil zurückgezogen habe, um euch, liebe Genossinnen und Genossen, per Spontaninterview Wahlkampfhilfe zu geben. Gut, werden manche jetzt lästern, nachdem er schon die Wahl 2013 in den Sand gesetzt hat, bewirbt sich der alte Bock noch einmal fürs Vordiplom der Gartenbauwissenschaft. Aber ich sage euch, auch aus Fehlern lässt sich lernen. Und wenn die SPD Fehler gemacht hat, dann war ich sicherlich einer der größten. Deswegen könnt Ihr von mir natürlich auch das größte Lernpotential erwarten, liebe Genossinnen und Genossen! So habe ich unter anderem der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gesagt, dass der einseitige Fokus auf soziale Gerechtigkeit der Partei im Wahlkampf Schaden bringt. Damit meinte ich nicht, dass soziale Gerechtigkeit gänzlich außen vor bleiben sollte. Allerdings sollte man im Wahlkampf die Themen am stärksten platzieren, mit denen die SPD auch assoziiert wird. In letzter Zeit verbindet man die Partei eben mit anderen Ideen, vor allem, seit ich für sie Bundesminister war.

Auch habe ich gesagt, dass die SPD rechtzeitig eine Option auf Rot-Rot-Grün ausschließen sollte. Ich habe es mehrfach wiederholt: Die Grünen sind einfach nicht regierungsfähig. Ich habe das selbst erlebt, in der rot-grünen Koalition. Und wenn ich etwas aus der Geschichte gelernt habe, dann: Nie wieder! Wir sollten weiterhin am Rockzipfel von Mutti Merkel hängen; auch unter anderem deshalb, weil ich sonst meine ganzen Durchwahlen ändern müsste. Das würde nicht zuletzt meine zahlreichen Beratungskunden in der Wirtschaft verärgern. Zuletzt habe ich mich noch einmal stark für Patrick Lindner ausgesprochen. Erst später habe ich erfahren, dass der Mann gar nicht in der SPD ist! Entschuldigung, auch unabhängig von solchen Erwägungen: Ich finde einfach, auch der SPD stünde mal wieder ein schneidiger junger Mann gut und nicht so ein dösbaddeliger Ex-Alki mit Fusselbart. Die SPD ist 2013 auch an mangelnder Sexiness gescheitert. Sagt zumindest meine Frau.
In diesem Sinne: Weitermachen! Nur bitte ohne mich, ja?

Herzlichst Euer »Peerverso«