Leo Fischer klingt diese Woche wie Jens Spahn

Keine billigen Importe, bitte

Gastbeitrag Von

Wehret den Anfängen! Das ist die Konsequenz, die wir aus der deutschen Geschichte und den teilweise unschönen Niederlagen ziehen müssen, die wir in ihr erlitten haben. Nie wieder dürfen wir es zulassen, dass fremde Mächte unseren makellosen Ruf in den Schmutz ziehen; nie wieder ­dürfen wir uns von internationalen Eliten Antisemitismus nachsagen lassen. Deswegen sehe ich die Geschehnisse am Brandenburger Tor ­vorige Woche mit Sorge. Wenn dort Ausländer mit Migrationshintergrund oder Deutschausländer mit gefälschten Pässen anfangen, Hass auf Israel und Hass auf Juden zu praktizieren, ist für mich die Grenze der Toleranz erreicht. Jahrzehntelang haben wir dafür gearbeitet, dass Angriffe auf Synagogen und jüdische Friedhöfe bei uns nicht an die große Glocke gehängt werden – lange bevor der erste Gastarbeiter nach Deutschland kam. Mit ihrem brutalen, rohen Antisemitismus beschädigen diese Leute das Ansehen unseres perfekt kaschierten Antisemitismus, für den wir in aller Welt bewundert werden. Am liebsten möchte ich jedem dieser Palästinenser ein Holocaust-Mahnmal vors Haus ­stellen, damit sie endlich lernen!

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Wenn teils andersfarbige Menschen vor dem Brandenburger Tor Israelfahnen verbrennen, ist das ein Symp­tom für eine gefährliche Entwicklung. Wenn andererseits Pegida-Anhänger die Kanzlerin aufknüpfen wollen, bin ich der Letzte, der nicht Verständnis für sie hat – ich muss mit der Frau jeden Tag zusammenarbeiten. Auch die berechtigten Sorgen dieser Leute vor George Soros und anderen Internationalisten müssen wir ernst nehmen! Denn bei Pegida-Anhängern weiß ich, dass sie als Biodeutsche die Aufarbeitung der Vergangenheit vollständig vollzogen haben. Ob Zuwanderer diese komplexen historischen Zusammenhänge in all ihren Facetten überhaupt erfassen können? Ein eingewanderter Faschismus ist jedenfalls das Letzte, was wir hier in Deutschland brauchen. Unsere heimischen Erzeuger dürfen von Billigfaschisten aus dem Ausland nicht verdrängt werden! Gerade jetzt, wo der Trend überall ­wieder zu regionalen Erzeugern geht.

Ihr Jens Spahn