Das Medium

Royales statt Rauch

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Weil Nichtrauchen keine erfüllende Vollzeitbeschäftigung ist, kümmern wir uns in ­dieser Woche um die Queen. Von Elizabeth II. kann man nämlich eine Menge lernen, angefangen davon, wie man stilvoll ein Maschinengewehr bedient (oder zumindest so tut) und wie man mit Menschen wie dem 2015 verstorbenen König Abdullah von Saudi-Arabien umgeht, der ihre Einladung, das Gelände von Schloss Balmoral bei einer Autofahrt gezeigt zu bekommen, gern annahm. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass die Queen höchstpersönlich seine Fahrerin sein würde. Sie hat zwar keinen Führerschein – als Königin braucht sie so etwas nicht – aber in ihrer Armeezeit während des Zweiten Weltkriegs hatte sie gelernt, ­einen LKW zu fahren. Dementsprechend bretterte sie nun, dabei angeregt plaudernd, hinter dem Steuer ihres Land Rovers durch die schottische Landschaft, neben sich den sehr nervösen saudischen König.

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Noch cooler ging sie 1961 mit Jackie Kennedy um. Die Frauen konnten einander nicht ausstehen. Als Jackie darauf bestand, dass ihr Schwager, ein geschiedener polnischer Adliger, eingeladen werde, verweigerte die Queen das zunächst (was nicht okay ist, aber so waren die Zeiten eben: Scheidungen galten als unerhört). Es begannen ausgedehnte diplomatische Verhandlungen und Frau Kennedy setzte sich durch,­ aber Frau Windsor gewann am Ende trotzdem: Von der Einladungsliste waren ­unbemerkt von den amerikanischen Gästen all die glamourösen britischen Prinzessinnen gestrichen worden, mit denen sich die spätere Jackie O. so gern hätte fotografieren lassen. Dafür wurde, wie Jackie später ihrem Freund Gore Vidal klagte, praktisch jeder Commonwealth-Minister für Landwirtschaft, der sich auftreiben ließ, zum großen Gala-Festessen gebeten. Ha!