Rassistische Übergriffe

Deutsches Haus

Angaben der Berliner Polizei zufolge beschmierten Unbekannte in der Nacht zum 15. Mai das Mahnmal für die im Nationalsozialismus aus Berlin deportierten Juden in der Levetzowstraße. Die Besatzung eines Streifenwagens bemerkte mehrere mit blauer Farbe angebrachte Schriftzüge. Das Amtsgericht Erlangen hat einen Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten mit einer Bewährungsfrist von vier Jahren verurteilt. Wie aus einem Bericht des Nachrichtenportals Nordbayern vom 14. Mai hervorgeht, muss der Angeklagte zudem 2 000 Euro Schmerzensgeld an einen Geschädigten zahlen und 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Mann hatte im Oktober einen ausländischen Fahrgast in einem Zug mit rassistischen Witzen belästigt. Als ein weiterer Fahrgast ihn aufge­fordert hatte, dies zu unterlassen, hatte der Angeklagte diesem mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen und anschließend auf den zu Fall Gekommenen eingetreten. Wie aus einer Meldung der Berliner Polizei hervorgeht, ereignete sich am späten Abend des 13. Mai im Bezirk Mitte ein rassistischer Angriff.

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Ein 29jähriger, der in einer Gruppe unterwegs war, versetzte einem 22jährigen einen Schlag in den Rücken und beleidigte ihn auf rassistische Weise. Der Angegriffene verständigte umgehend die Polizei, Beamte nahmen den Angreifer in der Nähe des Tatorts fest. Der alkoholisierte 29jährige wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung am 12. Mai berichtete, beschimpfte ein Ehepaar in einem Bus in Potsdam (Brandenburg) drei ihm gegenübersitzende Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren auf rassistische Weise. Nachdem die Heranwachsenden sich deshalb andere Sitzplätze gesucht hatten, versuchte der 55jährige Mann, ihnen zu folgen. Ein weiterer Fahrgast stellte sich ihm in den Weg. Nach einer kurzen Auseinandersetzung, bei der der eingreifende Mitfahrer leicht verletzt wurde, gelang es diesem mit Hilfe des Busfahrers, den 55jährigen festzuhalten, bis alarmierte Polizis­ten eintrafen. Die Beamten nahmen das Ehepaar in Gewahrsam. mst