Rechter Alltag in Deutschland

Deutsches Haus #47

Am 18. November beschossen einem Bericht von Spiegel Online zufolge vier Deutsche in Schöningen (Niedersachsen) eine Gruppe Flüchtlinge mit Leuchtmunition. In der Gruppe befand sich auch ein fünf Monate altes Baby. Zwei Passanten, die zu Hilfe ­kamen, wurden ebenfalls mit Leuchtmunition attackiert; alle Angegriffenen blieben unverletzt. Die Polizei konnte die vier Angreifer im Alter zwischen 29 und 52 Jahren fassen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

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In der Nacht zum 13. November beleidigte ein Unbekannter im Berliner Ortsteil Friedrichshain eine 24jährige Frau in einer Straßenbahn auf rassistische Weise. Als ein 21jähriger eingriff, schlug der Unbekannte mit seiner Faust und einer Holzplatte auf ihn ein und flüchtete anschließend. Das berichtete der Tagesspiegel. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Am Nachmittag des 12. November beleidigte nach Angaben der B.Z. ein unbekannter Mann im Berliner Ortsteil Haselhorst drei Jugendliche im Alter von 13, 14 und 15 Jahren auf rassistische Weise. Nachdem der Unbekannte den ­Jugendlichen den Hitlergruß gezeigt hatte, rannten diese weg. Der Mann holte jedoch den 13jährigen ein und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht, wobei der Junge leichte Kopfverletzungen erlitt. Anschließend konnte der Angreifer unerkannt fliehen. Der Staatsschutz ermittelt.

Wie die Süddeutsche Zeitung meldete, warfen im Dresdner Stadtteil Gorbitz (Sachsen) am 11. November Unbekannte mit muslimfeindlichen Sprüchen besprühte Schweineschwarten in drei Briefkästen eines Wohnhauses. Die Briefkästen gehören Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Volksverhetzung auf.

Am ­selben Tag beleidigte ein 41jähriger am Berliner U-Bahnhof Stadtmitte einem Bericht der B.Z. zufolge einen 18jährigen mit den Worten: »Du Scheißkanake! Wir werden euch Kanaken klatschen! Bastarde!« Die Polizei nahm die Personalien des Mannes auf, ­gegen ihn wird wegen Beleidigung ermittelt.

Zwischen dem 11. und 13. November beschmierten Unbekannte in Harzgerode (Sachsen-Anhalt) einen Grabstein am ehemaligen jüdischen Friedhof mit SS-Runen. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, wie die Goslarsche ­Zeitung meldete.