Deutsches Haus #21/2020

Wie aus einem Bericht der Polizei Dortmund hervorgeht, beleidigte am 12. Mai ein 32jähriger auf offener Straße in Lünen (Nordrhein-Westfalen) eine Frau auf rassistische Weise und rief verfassungsfeindliche Parolen. Die Frau nahm ein Foto von dem Mann auf; so gelang es der Polizei, ihn zu identifizieren. Der Staatsschutz ermittelt. Wie die Berliner Polizei berichtete, befand sich ein mongolisches Ehepaar am Nachmittag des 9. Mai in einem Supermarkt im Bezirk Pankow. Eine unbekannte Frau trat an die beiden heran, bezeichnete sie als Chinesen und forderte sie auf, Deutschland zu verlassen, da sie Sars-CoV-2 eingeschleppt hätten. Der 41jährige Ehemann machte die Unbekannte auf den rassistischen Gehalt ihrer Äußerungen aufmerksam, woraufhin diese entgegnete, sie sei Rassistin. Das Ehepaar informierte einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, auf dessen Nachfrage hin die Unbekannte jedoch abstritt, sich auf rassistische Weise geäußert zu haben. Die Frau verließ den Supermarkt noch vor dem Eintreffen der Polizei. Der Staatsschutz ermittelt. In einem Mehrfamilienhaus im sächsischen Zwönitz beleidigte ein 54jähriger am Nachmittag des 9. Mai seine Nachbarn und rief rassistische Parolen. Wie die Freie Presse berichtete, machte die hinzugerufene Polizei den alkoholisierten Mann in der Nähe des Hauses ausfindig. Gegen ihn erging Anzeige wegen Beleidigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Am Abend mussten Beamte das Haus erneut aufsuchen, da der 54jährige weiterhin rassistische Parolen grölte. Um dies zu unterbinden, nahmen sie ihn für mehrere Stunden in Gewahrsam. Einem Bericht des Wiesbadener Kurier zufolge beschimpfte am 8. Mai ein 39jähriger im hessischen Idstein einen 42jährigen Mann türkischer Herkunft mit rassistischen Parolen. Daraufhin kam es zwischen den beiden zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 39jährige ein Messer zog und den Angegriffenen mit diesem bedrohte. Die alarmierte Polizei nahm den alkoholisierten Angreifer noch am Tatort fest. Die Kriminalpolizei ermittelt. Am Vormittag des 7. Mai befand sich eine 19jährige in einer Warteschlange in einem Kosmetikmarkt im Berliner Ortsteil Kreuzberg, als ein Unbekannter unvermittelt ihr Kopftuch ergriff und so stark daran riss, dass er ihr die Luft abschnürte. Dabei beschimpfte er die Frau auf rassistische Weise. Eine Freundin und ein Sicherheitsmitarbeiter kamen der Angegriffenen zu Hilfe. Wie die Polizei berichtete, flüchtete der Unbekannte daraufhin vom Tatort. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. mst

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