Deutsches Haus #26/2020

Einer Meldung der Polizei Hagen zufolge war ein 21jähriger am 15. Juni zu Fuß in Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) unterwegs, als ihn zwei Männer auf seine dunkle Hautfarbe ansprachen und mit den Worten bedrohten: »Du gehörst hier nicht hin, geh zurück in dein Land!« Dann versetzte einer der beiden dem 21jährigen einen Schlag auf den Hinterkopf, der den Angegriffene zu Boden streckte. Die Angreifer flüchteten vom Tatort. Der 21jährige musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der Staatsschutz ermittelt. Am Abend des 14. Juni gerieten eine 27jährige und eine 36jährige auf einem Spielplatz im Berliner Ortsteil Friedrichshain in einen Streit. Die jüngere Frau beleidigte die ältere auf rassistische Weise und riss ihr das Kopftuch herunter. Zwei Männer und zwei Frauen, die Zeugen der Auseinandersetzung wurden, versuchten den Angaben der Polizei zufolge, die Lage zu beruhigen. Ein Begleiter der 27jährigen griff die vier Personen daraufhin mit einem Besenstiel an, woraufhin diese ihn mit Pfefferspray besprühten und den Spielplatz noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verließen. In der Nacht auf den 14. Juli gerieten mehrere Personen auf offener Straße in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) in einen Streit. Dabei beleidigte ein alkoholisierter 32jähriger eine 17jährige wegen ihrer dunklen Hautfarbe mit rassistischen Sprüchen. Wie die Polizeidirektion Pirmasens berichtete, stieß der Mann die Jugendliche dann zu Boden und trat gemeinsam mit einer Begleiterin auf sie ein. Zudem versetzte er einem Freund der 17jährigen, der einschreiten wollte, einen Faustschlag ins Gesicht. Fünf weitere Begleiter der Jugendlichen brachten den Angreifer schließlich zu Boden und versetzten ihm Fußtritte. Die Polizei ermittelt gegen den 32jährigen und seine 35jährige Begleiterin wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung. Gegen die fünf Begleiter der 17jährigen erging eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Wie die Berliner Polizei am 13. Juni berichtete, beschimpfte ein 33jähriger am Abend des Vortags auf offener Straße im Bezirk Pankow eine unbekannte Frau auf rassistische Weise. Eine 27jährige Zeugin stellte sich schützend vor die Frau, woraufhin der Mann auch sie mit rassistischen Sprüchen beleidigte. Nachdem die Unbekannte sich entfernt hatte, versuchte der 33jährige, die 27jährige mit einem mitgeführten Bolzenschneider zu schlagen. Diese konnte jedoch ausweichen. Der Angreifer gab weitere rassistische Beschimpfungen von sich und entfernte sich anschließend. Alarmierte Polizisten suchten den Mann in der Umgebung und wurden dann zu einem Einsatz auf einem Spielplatz angefordert, auf dem der 33jährige zwischenzeitlich einen Siebenjährigen auf rassistische Weise beschimpft hatte. Die Beamten nahmen den alkoholisierten Mann dort fest. Er verblieb bis zum nächsten Morgen im Gewahrsam, der Staatsschutz hat Ermittlungen gegen ihn aufgenommen. mst

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