Bauen mit Holz hilft gegen Treib­hausgasemissionen

Die Zukunft ist aus Holz

Holz ist eine umweltschonende Alternative zu anderen Baustoffen. In Deutschland wird es jedoch nur langsam populärer.

Auch wenn klimapolitische Forderungen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, hat sich immer noch nicht recht herumgesprochen, dass Bauen mit Holz besonders klimaschonend ist. Holz als Baustoff benötigt weniger Energie zu seiner Herstellung als Stahl und Beton. Holz bindet viel Kohlenstoff in den Gebäuden, da ein Kubikmeter Holz während seines Wachstums der Atmosphäre eine Tonne Kohlendioxid entzieht. Wie diese Speicherung rechnerisch in CO2-Bilanzen aufgenommen werden sollte, bleibt jedoch umstritten.

Ein Einfamilienhaus aus Massivholz kann den CO2-Ausstoß von 100 Hin- und Rückflügen zwischen Berlin und New York ausgleichen.

Nach einem Bericht des UN-Umweltprogramms aus dem vorigen Jahr entstehen weltweit 38 Prozent der bei der Energieerzeugung anfallenden CO2-Emissionen beim Bau und Betrieb von Gebäuden. Der deutsche Expertenrat für Klimafragen prognostiziert, dass Deutschland die eigenen CO2-Grenzwerte für das Bauwesen nicht einhalten wird, wenn nicht deutlich mehr Maßnahmen ergriffen werden. Nach Schätzung des vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) koordinierten Branchenbündnisses »Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz« würden, wenn sich die politischen und damit gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht deutlich ändern, im Jahre 2030 insgesamt 87 Mil­lionen Tonnen CO2 durch den Gebäudesektor emittiert, statt der bisher geplanten 72 Millionen Tonnen. Von der im Mai auf Basis des Bundesverfassungsgerichtsurteils von der Bundesregierung beschlossenen Verschärfung der Klimaziele ist dabei noch gar nicht die Rede.

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