Johanna Spyris »Heidi«-Romane erzählen Sozialgeschichte in populärer Form

Zum Kitsch degradiert

Die Biographie von Johanna Spyri ist beispielhaft für die Widersprüche weiblicher Autorenschaft im 19. Jahrhundert. In ihren »Heidi«-Büchern scheinen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts auf. Die Verfilmungen haben aus ihnen alles Abgründige getilgt.

Johanna Spyri war, was im 18. Jahrhundert »ein wohlgelahrtes Frauenzimmer« genannt wurde, im 19. Jahrhundert aber zumeist nur noch abwertend »Blaustrumpf« hieß. Am 12. Juni 1827 in Hirzel im Kanton Zürich als Tochter einer bürgerlichen Familie geboren, kam sie früh in den Genuss umfangreicher Schul- und damals so genannter Herzensbildung, besuchte im Alter von 17 für zwei Jahre ein angesehenes Mädchenpensionat in Yverdon-les-Bains in der französischen Schweiz und gab ihrer Schwester und befreundeten Mädchen Privatunterricht. 1851 verlobte sie sich mit Bernhard Spyri, einem Juristen, der in Zürich Redakteur der Eidgenössischen Zeitung und auch künstlerisch interessiert war. Er war ein Freund von Richard Wagner und führte Johanna nach der Heirat in dessen Künstlerzirkel ein.

Am Beispiel der deutschen Literatur hat Silvia Bovenschen in ihrem 1979 erschienenen »Die imaginierte Weib­lichkeit« gezeigt, wie sich im Übergang vom 18. zum 19. Jahr­hundert in der Sozial­geschichte weiblicher Autorenschaft Fort­schritt und Reaktion miteinander verbanden.

In den Biographien von Spyri und ihren Familienmitgliedern verschränkten sich Erfahrungen provinzieller Enge mit Tendenzen der anbrechenden Moderne. Johannas Nichte Emilie, 25 Jahre jünger als sie, war 1883, als Johanna eine erfolgreiche Schriftstellerin geworden war, die erste Frau, die sich im Kanton Zürich an der juristischen Fakultät immatrikulierte. 1888 wanderte sie, weil weibliche Fakultätsabsolventen in der Schweiz nicht als Anwältinnen prak­tizieren durften, nach New York aus, wo sie das Women Law College, eine akademische Rechtsschule für Frauen, gründete. Johann Jakob Heusser, Johannas Vater, arbeitete als Chirurg, nahm aber wegen seines Interesses an der Mitte des 18. Jahrhunderts von Karl Philipp Moritz begründeten Erfahrungsseelenkunde und deren Nachfolgedisziplinen, aus denen im 19. Jahrhundert Vorformen der Kli­nischen Psychiatrie hervorgingen, zu Hause auch regelmäßig »Gemütskranke« auf, um sie zu pflegen und ihr Alltagsverhalten zu studieren. Seine Frau, die Pfarrerstochter Meta Schweizer, Johannas Mutter, schrieb religiöse Lyrik, die, wie damals bei weiblichen Autoren üblich, zunächst anonym erschien. Der Titel der Sammlung ihrer Gedichte, die 1858 als »Lieder einer Verborgenen« veröffentlicht wurden, reflektierte den prekären Status weiblicher Autorenschaft. Erst 1867 konnten Meta Schweizers Verse mit dem sachlichen Titel »Gedichte« unter ihrem eigenen Namen erscheinen.

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Andauernde Schwierigkeiten, ihre Bücher unter ihrem Namen zu veröffentlichen, hatte auch Johanna Spyri. Ihre ab 1871 publizierten Erzählungen, zunächst gleichnishafte Geschichten in der Tradition protestantischer Erbauungsprosa, erschienen anonym oder unter dem Kürzel J. S. Auch als sie als Autorin bekannt war und wegen ihrer literarischen Arbeit 1875 in die Aufsichtskommission der Höheren Töchterschule in Zürich bestellt wurde, in der sie 17 Jahre lang arbeitete, womit sie sich eine von der Arbeit ihres Mannes unabhän­gige Laufbahn sicherte, wurde sie in amtlichen Schreiben und öffentlichen Ansprachen immer als »Frau Stadtschreiberin Spyri« tituliert, weil ihr Mann seit 1886 den Titel des Zürcher Stadtschreibers trug.

Spyris erstes Kinderbuch, die 1878 veröffentlichte Geschichtensammlung »Heimathlos«, trug nicht ihren Autorennamen, sondern nur den Verweis »Von der Verfasserin von ›Ein Blatt auf Vrony’s Grab‹«, das 1871 erschienen war. Noch der 1879 herausgekommene Roman »Heidis Lehr- und Wanderjahre«, mit dem Spyri großen Erfolg hatte und aus dem sich die folgende Reihe von »Heidi«-Geschichten entwickelte, hatte statt ihres Namens den Hinweis »Von der Verfasserin von ›Ein Blatt auf Vrony’s Grab‹« auf der Titelseite.

»Ein Blatt auf Vrony’s Grab«, entstanden durch den Zuspruch des mit Spyris Mutter befreundeten evangelischen Pastors Cornelius Rudolph Vietor, war die sentimentale Geschichte über die Ehefrau eines Trinkers, die durch Frömmigkeit und glaubensgestützte Innerlichkeit ihr profanes Unglück überwindet. Der Topos des kindlichen Selbsthelfertums, der in den »Heidi«-Romanen in der Figur des Waisenmädchens in den Mittelpunkt rückt, das sein Elend in Geschick und Gutherzigkeit umwandelt, war in dieser Erzählung noch überdeckt vom Konzept der Schönen Seele, die ihr Leid geduldig erträgt und der deshalb das Himmelreich sicher ist.

Es wäre aufschlussreich, anhand der Entstehung der »Heidi«-Bücher aus der Tradition protestantischer Erbauung, deren Motivrepertoire von Spyri profaniert, familiarisiert und mit Alltagserfahrungen und ästhetischer Phantasie aufgeladen wurde, den Zusammenhang der Kolportage mit herabgesunkenen Formen reli­giöser Volksliteratur zu entfalten. Die kompensatorische Funktion, die Trivialliteratur seit dem 19. Jahrhundert erfüllt, indem sie soziales Elend und dessen individuelle Konsequenzen zwar darstellt, aber zugleich mildert und ihnen positiven Sinn verleiht, ist nicht denkbar ohne die Stillstellung ehemals religiöser Versöhnungshoffnungen, die standardisiert und dadurch deformiert in der Kolportage weiterleben.

Signifikant für die Geschichte weiblicher Autorenschaft zur Zeit Spyris ist, dass diese Kompensationsfunktion auch biographisch wirksam wurde. Spyris Ehe war durch den Widerspruch zwischen ihrer Belesenheit und geistigen Erfahrung und der Enge ihres provinziellen Umfelds unglücklich und offenbar sexuell für sie nicht erfüllend. Mit ihrem Mann war ein Austausch über den Ehealltag nicht möglich, ihre wichtigsten Gesprächspartner waren lange Zeit der Schriftsteller Conrad Ferdinand Meyer und dessen Schwester Betsy. Nach der Geburt ihres einzigen Sohnes, Bernard Diethelm, der später eine juristische Laufbahn einschlug, versank Spyri in einer jahrelangen Depression, zu deren Überwindung die zu Beginn der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts, als sie Anfang 40 war, einsetzende literarische Produktivität beitrug.

Trotz des Erfolgs, den sie mit ihren bis zu ihrem Tod 1901 fortgesetzten »Heidi«-Geschichten hatte, wäre es unangemessen, sie eine frühe Bestsellerautorin zu nennen. Kehrseite ihres Publikumserfolgs war, ähnlich wie bei anderen Trivialromanautorinnen ihrer Generation, beispielsweise der zwei Jahre älteren Friederike John, die unter dem Pseudonym E. Marlitt Fortsetzungsromane für die »Gartenlaube« schrieb, nicht nur die fehlende Anerkennung, repräsentiert durch die Abwesenheit ihres Autornamens, sondern auch die private Resignation wegen einer auf häusliche Kontakte beschränkten Lebenswelt.

Am Beispiel der deutschen Literatur hat Silvia Bovenschen in ihrem 1979 erschienenen Buch »Die imaginierte Weiblichkeit« gezeigt, wie sich im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert in der Sozialgeschichte weiblicher Autorenschaft Fortschritt und Reaktion miteinander verbanden. Hatten Frühaufklärer wie der von den Pietisten angefeindete Hallenser Professor Christian Wolff und der Sprachforscher Johann Christoph Gottsched, der die Beiträge für seine 1725 gegründete moralische Wochenschrift Die eifrigen Tadlerinnen, die erste Zeitschrift für Frauen in deutscher Sprache, wegen Mangels an Autorinnen unter weiblichen Pseu­donymen schrieb, postuliert, dass die Zugehörigen beider Geschlechter ­einander in ihrer Psychologie, ihren sozialen und geistigen Fähigkeiten ebenbürtig seien und die Gesellschaft im Sinne der Verwirklichung solcher Gleichheit zu reformieren sei, so wurde seit dem frühen 19. Jahrhundert die Wertschätzung für Frauen immer stärker mit deren vermeintlich angeborener Differenz zu den Männern begründet.

Diese Tendenz, die mit der Empfindsamkeit als Gegenentwurf zum Rationalismus der Frühaufklärung begonnen hatte, erreichte ihren Gipfelpunkt in der Romantik. Dies ermöglichte Schriftstellerinnen (Bettina von Arnim, Karoline von Günder­rode, Rahel Varnhagen) eigenständige Karrieren und kulturelles Ansehen in den Salons, wie es noch 50 Jahre zuvor undenkbar gewesen wäre. Doch war dieses Renommee dadurch erkauft, dass Frauen, die in der Aufklärung als »Frauenzimmer« in Diskussionen und Disputen als mit den Männern gleichberechtigt angesehen wurden, von nun an als Stellvertreterinnen des Gefühls und einer dem Leib enger als dem Geist verwandten Affektivität galten.

Die weiblichen Gelehrten, die den Frühaufklärern des 18. Jahrhunderts Beispiele einer von Männern wie Frauen anzustrebenden Verbindung von Intellekt und Gefühl waren, wurden zu »Blaustrümpfen« erklärt, die das ihnen zugedachte Gefühlsleben angeblich kalt vernachlässigten. Autoren wie Friedrich Schlegel und Clemens Brentano entwickelten Theorien und Poetiken der Weiblichkeit, die diese neue Dichotomisierung absicherten und bekräftigten. Gleichsam als populärliterarisches Abfallprodukt dieser Zweiteilung entstand seit dem frühen 19. Jahrhundert eine von Frauen geschriebene Kolportage- und Gebrauchsliteratur, die es ihnen erlaubte, als Stellvertreterinnen von Empathie und Liebesfähigkeit auf den Feldern des Liebesromans, der Erbauungs- und der Kinderdichtung in einer Weise selbständig zu publizieren, die ihnen Unabhängigkeit und manchmal sogar Reichtum ermöglichte. Indem Johanna Spyri ihren Kinderbüchern die erstmals im Buch »Heimathlos« verwendete Widmung »Eine Geschichte für Kinder und auch für Solche, welche die Kinder lieb haben«, voranstellte, griff sie diese Zuweisung auf.

In Spyris »Heidi«-Welt gibt es keine einzige heile Klein- oder Großfamilie, sondern nur fehlende Mütter, abwesende Väter sowie Großeltern und Tanten, die die Elternfunktion übernehmen, während Heidi das, was ihr von Eltern und Großeltern als Tradierung angesammelter Erfahrung hätte beigebracht werden sollen, in Wahrheit gerade dadurch lernt, dass sie die Blutsbande überschreitet.

Dass die »Heidi«-Geschichten nicht nur Kindern, sondern auch den Kinderlieben unter den Erwachsenen zugedacht waren, knüpfte an Traditionen der Literatur des Biedermeier an, vor allem an Adalbert Stifters »Bunte Steine«, eine Kindern zugedachte, aber vom Sprachduktus her an Erwachsene gerichtete Sammlung von Erzählungen. Indem Spyri im Titel ihres ersten »Heidi«-Romans auf die »Lehr- und Wanderjahre« Wilhelm Meisters anspielte, bekräftigte sie den Bezug auf Stifter, der sich wiederum emphatisch auf Goethe berief. Das Motiv der kindlichen Streunerin, die entweder Waise oder Ausreißerin ist, auf sich gestellt durch die Wälder zieht und Zuneigung zu vernachlässigten Kindern sowie zu Tieren der Bergwelt empfindet, übernahm Spyri aus den »Bunten Steinen«, die den Topos aus Goethes »Wilhelm Meister«, insbesondere von der Mignon-Figur, bezogen hatten.

Überhaupt sind die ersten beiden »Heidi«-Romane Spyris, die die Figurenkonstellation der nachfolgenden Geschichten enthalten, geprägt von einer biedermeierlichen Rezeption romantischer Motive, die einerseits banalisiert, andererseits sozial und lebenspraktisch geerdet werden. »Heidis Lehr- und Wanderjahre« beschreibt, wie die achtjährige Heidi, die als Waise bisher von ihrer Tante Dete beaufsichtigt wurde, von dieser zum Großvater, dem wie ein Eremit in den Bergen hausenden Alpöhi, gebracht wird, weil Dete eine Stelle als Dienstmädchen in Frankfurt am Main antreten will. Auf der Alm freundet Heidi sich mit dem elfjährigen Geissenpeter, einem Ziegenhirten, an und lernt dessen blinde Großmutter kennen. Weil der Großvater sich weigert, Heidi zur Schule zu schicken, holt die Tante sie nach Frankfurt, wo Dete als Gesellschafterin der zwölfjährigen gelähmten Klara Sesemann arbeitet, mit der Heidi sich anfreundet. Auch die 1881 erschienene Fortsetzung »Heidi kann brauchen, was es gelernt hat« verwendet das Pendeln Heidis zwischen Bergwelt und Großstadt als Leitmotiv.

Zugleich annonciert der Titel des zweiten »Heidi«-Romans die pädagogische Intention der Bücher, die sich von der protestantischen Erbauungsliteratur, in deren Tradition Spyri zu schreiben begonnen hatte, abhebt. Dass man, was man lernt, auch brauchen können sollte, und umgekehrt das, was man braucht, auch lernen muss, verleiht dem Erziehungsverständnis der »Heidi«-Bücher einen lebenspraktischen Akzent, der ihre Fortschrittlichkeit ausmacht. Ständig geht es in den »Heidi«-Geschichten um den Erwerb handwerklicher wie auch geistiger Fähigkeiten, die immer einen direkten Bezug zu dem jeweiligen Milieu haben, in dem Heidi sich aufhält.

Lesen lernt das Mädchen nicht beim Großvater, der sie vielmehr – ein wenig wie die Frühform eines Preppers – vor den Missbildungen durch schulische Institutionen bewahren und ihr die Sprache der Tannen und der Waldtiere nahebringen will, sondern in der Großstadt, die der Alpöhi ebenso verachtet wie die Städter das Land. Zurück auf dem Land, kann Heidi dem Geissenpeter das Lesen beibringen, während die Großstädter, die sie besuchen, dar­über staunen, dass sie zimmern und melken kann. Der Geissenpeter, der nur eine Mutter hat, entflammt im zweiten Band in Eifersucht auf Klara, die nur einen ständig durch die Welt reisenden Vater hat und deren Gehbehinderung den Geissenpeter, als sie Heidi und ihn in den Bergen besucht, an die Sehbehinderung ­seiner Großmutter erinnert. Fräulein Rottenmeier, Haushälterin von Klara Sesemann und deren Vater, beschimpft Heidi als »Wilde« und »Wechselbalg«, weil sie in Heidis Fähigkeiten eine Verbindung von Phantasie und praktischer Vernunft, Abenteuerlust und Selbstdisziplin ­erkennt, die ihr selber abhandenkam. Der Alpöhi, in den Büchern die abgründigste Figur, hat als junger Mann sein Familienerbe verschwendet und in seiner Zeit beim Militär einen Menschen umgebracht: Seine einsiedlerische Menschenverachtung, die er zunächst auch Heidi aufzwingen will, erscheint als Abwehr eigener Verfehlungen.

Dass Spyris »Heidi«-Geschichten ein ländliches Idyll zeichnen würden, das gegen die zersetzenden Einflüsse modernen Lebens als Fluchtphantasie fungiert, lässt sich also auch mit bösestem Willen nicht behaupten. In Spyris »Heidi«-Welt gibt es keine einzige heile Klein- oder Großfamilie, sondern nur fehlende Mütter, abwesende Väter sowie Großeltern und Tanten, die die Elternfunktion übernehmen, während Heidi das, was ihr von Eltern und Großeltern als Tradierung angesammelter Erfahrung hätte beigebracht werden sollen, in Wahrheit gerade dadurch lernt, dass sie die Blutsbande überschreitet.

Diese Labilität der dargestellten Gesellschaft, symbolisiert im Motiv der freilich reparablen Behinderung und geistigen Schwäche – möglicherweise ein Echo auf die frühen Erfahrungen, die Spyri als Kind mit den von ihrem Vater gepflegten »Gemütskranken« gemacht hat –, wird weder betrauert noch als Symptom zivilisatorischer Dekadenz im Gegensatz zur Harmonie des Landlebens verächtlich gemacht. Eher erscheint sie als Herausforderung für Heidi, sich bei der Anwendung ihrer Kenntnisse auf sich selbst zu verlassen und auch andere zu überreden, dazuzulernen, um besser zu werden und das eigene Leben und das der anderen glücklich zu verändern.

Manches an diesem Verständnis von (Selbst-)Erziehung erinnert eher als an die Epoche des Biedermeier an Astrid Lindgrens »Pippi Lang­strumpf«-­Geschichten, von der sich Spyris »Heidi«-Romane allerdings durch die Abwesenheit einer politisch progressiven Programmatik unterscheiden. In ihrem Beharren darauf, dass Kinder keine Gefäße sind, in die der gute Pädagoge seine Weisheit träufelt, sondern aus eigenem Antrieb lernfähige Menschen, sind sich Spyri und Lindgren tatsächlich ähnlich. Dass Pippi Langstrumpf im ausgehenden 20. Jahrhundert zur Leitfigur eines depravierten Zopf- und Latzhosenfeminismus erniedrigt werden konnte, währen Heidi als Inbegriff von reaktionärem Kitsch gilt, ist in beiden Fällen wohl weniger den Büchern als den Verfilmungen zu verdanken. Diese haben aus Pippi so etwas wie eine frühe Öko-Linke gemacht, während die in Japan produzierten »Heidi«-Zeichentrickfilme, die ab 1977 erstmals im ZDF ausgestrahlt wurden, die präzise Beobachtung gesellschaftlicher Veränderungen, die sich Spyris Büchern ablesen lässt, durch eine geschichtslose Kunstwelt ersetzten. Dass Heidis Welt nicht einfach nur die Berge sind und dass sie weder dort noch anderswo wirklich jemals zu Hause war, kann nur erfahren, wer Spyris Bücher liest.