Chronik rassistischer und antisemitischer Vorfälle

Deutsches Haus #26/2024

Am 18. Juni wurde eine 37jährige in Nürnberg laut der regionalen Nachrichtenseite Nordbayern von mehreren Personen unvermittelt geschubst und antisemitisch beleidigt. Am 20. Juni gingen Bilder zweier Stolpersteine in Weimar durch die sozialen Medien, die mit antisemitischen Sprüchen versehen waren. In weißer Schrift stand auf diesen: »Juden sind Täter«. Die Bild-Zeitung spricht von insgesamt mindestens sieben Stolpersteinen, die mit weißer Farbe beschmiert worden seien. Stolpersteine erinnern an die Opfer der Nationalsozialisten. Auch in Brühl seien Stolpersteine beschmiert worden, berichteten die Rheinischen Anzeigeblätter. Einem Mann sei am 21. Juni gegen 13 Uhr aufgefallen, dass die in den Boden eingelassenen Messingplatten in der Uhlstraße mit einer Masse aus rohem Ei beschmutzt waren. Am gleichen Tag haben mehrere Personen laut MDR das Lied »L’amour toujours« von Gigi D’Agostino in einer Magdeburger Straßenbahn abgespielt und dazu »Deutschland den Deutschen, Ausländer raus« gesungen. In der Nacht zum 22. Juni hätten ein 60jähriger Mann und eine 44jährige Frau eine Familie in Berlin-Kreuzberg rassistisch beleidigt, als die Familie einen Imbiss in der Wrangelstraße verlassen habe, so die Berliner Zeitung. Die Frau habe zudem auf eine 53jährige Angehörige der Familie eingeschlagen. Am 22. Juni sei ein 33jähriger Mann in Leuna im Saalekreis rassistisch und schwulenfeindlich beleidigt worden, berichtete der MDR. Am selben Tag beleidigte ein Mann laut Stern eine Familie in Berlin-Hellersdorf beim Einkaufen rassistisch und bedrohte diese mit Pfefferspray. Am gleichen Abend habe im mecklenburgischen Rehna ein anscheinend alkoholisierter 34jähriger einen 17jährigen türkischen Jugendlichen mit einem Messer bedroht und rassistisch beleidigt, so der Nordkurier. Am 23. Juni beschimpfte eine 55jährige laut B.Z. eine vorbeigehende 33jährige in Berlin-Spandau aus einem Fenster heraus rassistisch.  pb