Jungle+ Artikel 14.11.2024
Der AStA-Vorstand der Universität Potsdam hat mehreren Angestellten gekündigt

Potsdamer Personalwechsel

Mehreren Angestellten des Allgemeinen Studierendenausschusses und des Studentischen Kulturzentrums der Universität Potsdam hat der Vorstand fristlos gekündigt. Sie vermuten dahinter politische Motive. Nun hat das Studierendenparlament zudem die Nutzung des Kulturzentrums eingeschränkt.

Auf eine kostenlose Rechtsberatung müssen Student:innen der Universität Potsdam vorläufig verzichten. Dem, der die bislang gegeben hatte, hat der Vorstand des Allgemeinem Studierendenausschusses (AStA) Ende Oktober fristlos gekündigt.

Er ist nicht der Einzige: Insgesamt dreizehn der 17 Angestellten des AStA und des Studentischen Kulturzentrums (Kuze) in der Potsdamer Innenstadt haben ihre Anstellung verloren – und Hausverbot erteilt bekommen. Anträge, die Kündigungen zurückzunehmen, blieben erfolglos. Die Stellen sind seither unbesetzt. Trotz der Kündigungen und Hausverbote ­betreiben die ehemaligen Angestellten das Kuze ehrenamtlich weiter.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten die Angestellten einen Personalrat gewählt, der ihre Interessen gegenüber dem AStA als ihrem Arbeitgeber vertreten soll. Den löste der AStA-Vorstand unter Vorsitz zweier Mitglieder der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) im September auf.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten die Angestellten einen Personalrat gewählt, der ihre Interessen gegenüber dem AStA als ihrem Arbeitgeber vertreten soll. Den löste der AStA-Vorstand unter Vorsitz zweier Mitglieder der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) im September auf und kündigte zunächst zwei Mitarbeiter:innen, die die Bildung des Personalrats vorangetrieben hatten.

Der Vorstand berief sich bei der Kündigung auf ein angeblich vorliegendes Rechtsgutachten der Universitätsleitung, wonach die Bildung eines Personalrats der Angestellten der studentischen Selbstverwaltung rechtswidrig sei. Nachfragen der Jungle World dazu wurden weder von der Pressestelle der Universität noch vom AStA beantwortet.

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