Fragiler Waffenstillstand
Tel Aviv. Die erste Phase der Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Israel und der Hamas ist am Wochenende zu Ende gegangen. Trauer, Entsetzen und Wut löste zuletzt die von der Hamas als Propagandashow inszenierte Rückführung der Überreste der Familie Bibas in ganz Israel aus. Die junge Mutter Shiri und ihre zwei kleinen Söhnen Ariel und Kfir waren während des Hamas-Überfalls am 7. Oktober 2023 von der palästinensischen Terrororganisation aus ihrem Zuhause im Kibbuz Nir Oz entführt und danach getötet worden.
Ob das Abkommen verlängert wird, ist derweil unsicher. In der ersten Phase wurden insgesamt 38 Geiseln, fünf davon tot, gegen fast 2.000 palästinensische Inhaftierte ausgetauscht. Israel bietet die Fortsetzung der Waffenruhe für die Freilassung der restlichen im Gaza-Streifen verbliebenen Geiseln an. Dies entspricht zum Teil auch dem neuen Vorschlag des US-Sondergesandten Steve Witkoff, der eine siebenwöchige Verlängerung des derzeitigen Waffenstillstands vorsieht, in dem die Hamas am ersten Tag die Hälfte der verbleibenden lebenden Geiseln freilassen sowie die Überreste der Verstorbenen an Israel zurückgeben soll und im weiteren Verlauf die restlichen Geiseln beziehungsweise deren Leichen.
Ministerpräsident Netanyahu hat erklärt, dass er einen Abzug israelischer Truppen, bevor die Hamas nicht vollständig zerschlagen sei, nicht akzeptieren werde.
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