An allem ist zu zweifeln
Am 5. Mai 2025 wäre Wolfgang Pohrt 80 Jahre geworden (und Marx am selben Tag 206), und das ist eine gute Gelegenheit, einen Autor mit einigen seiner Texte in Erinnerung zu rufen, wobei die ältesten schon Mitte der Siebziger geschrieben wurden, der letzte 2014. Dennoch haben sie keine Patina angesetzt, weshalb die begründete Hoffnung besteht, sie könnten auch für die heutige Generation noch von Interesse sein. Die Themen und Debatten, über die Pohrt damals schrieb und sprach, sind auch heute noch nicht erledigt, wie zum Beispiel die Angst der Deutschen, die atomare Bedrohung, Antiamerikanismus und Antisemitismus, Ausländerverfolgung, die Ossis, Rassismus, Identität, Heimat und die schöne neue Welt. In dem, was Pohrt zu diesen Themen zu sagen hatte, lässt sich sehen, dass es manchmal eine gute Idee ist, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, weil sich Geschichte eben doch wiederholt, wenngleich nur als Farce. Und insofern ist es klug, bei Pohrt nachzulesen, was früher schon an diesen Themen und Debatten faul war. Den gleichen Fehler kann man dann ja immer noch machen.
Noch kein Abonnement?
Um diesen Inhalt zu lesen, wird ein Online-Abo benötigt::