04.09.2025
Chronik rassistischer und antisemitischer Vorfälle

Deutsches Haus #36/2025

In der Nacht zum Sonntag vorvergangener Woche wurde ein 23jähriger Mann, der vorher am Christopher Street Day teilgenommen hatte und entsprechende Abzeichen und Aufnäher an seiner Kleidung trug, in der Bremer Innenstadt von drei Männern angesprochen. Einer der Männer beschimpfte ihn der Polizeimeldung zufolge mit homophoben Ausdrücken und zeigte dabei ein Messer und drohte, den 23jährigen zu erstechen. Am Mittwoch vergangener Woche war ein 55jähriger in Hamburg im sogenannten Park Fiction an der Ecke Pinnasberg/Antonistraße unterwegs. Gegen drei Uhr nachmittags wurde er dort der Polizeimeldung zufolge von einem Mann angesprochen, der ihn dann homophob beleidigte und bedrohte. Der Mann sei dann geflüchtet. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag vergangener Woche beleidigte ein 44jähriger Mann in der Berliner U-Bahnlinie 5 einen anderen Fahrgast auf rassistische Weise, berichtete die B.Z.. Der 44jährige habe außerdem den Hitlergruß gezeigt. Ein dritter Fahrgast habe dies ab dem U-Bahnhof Strausberger Platz beobachtet und gefilmt. Schließlich habe er die Notbremse gezogen und die Polizei gerufen. Der Zug sei in einer anderen U-Bahnstation zum Stehen gekommen, dort hätten Polizisten den Mann angesprochen, der sich dann aggressiv verhalten habe. Er sei daraufhin in Gewahrsam genommen worden. Am Samstag vergangener Woche spielte in Köln in der Fußball-Regionalliga West die U23 von Fortuna Düsseldorf gegen Fortuna Köln. Dem Düsseldorfer Verein zufolge wurde dort einer ihrer Spieler, der Stürmer Mechak Quiala Tito, von einem Kölner Spieler, dem Innenverteidiger Haider Al-Azzawe, rassistisch beleidigt. Tito sei »erschüttert« gewesen und habe das Spiel nicht fortsetzen können.  js