Am Mittwoch vergangene Woche beleidigte ein Rentner in einer Straßenbahn in der Würzburger Innenstadt drei Kinder im Alter von zwölf beziehungsweise 13 Jahren und schlug eines von ihnen. Der Mainpost zufolge hatte der Mann die Kinder zuvor aufgefordert, ihre Musik leiser zu machen; sie seien dem auch nachgekommen. Die Polizei gehe nach ersten Ermittlungen von einem rassistischen Motiv aus. Am Abend desselben Tags beschimpfte ein 39jähriger einen gleichaltrigen Mann auf dem Markt in Nossen, berichteten die Dresdner Neuesten Nachrichten. Der Polizei zufolge habe er volksverhetzende Worte genutzt und den Hitlergruß gezeigt. Der beleidigte Mann habe ihn daraufhin angegriffen und leicht verletzt. Am Donnerstag vergangener Woche verlor die deutsche Nationalmannschaft mit 0:2 gegen die Slowakei. Es war das Debüt des Verteidigers Nnamdi Collins. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schrieb daraufhin in sozialen Medien: »Wir sind nicht zufrieden. Ihr seid nicht zufrieden. Können wir auch absolut nicht sein. Aber bevor ihr jetzt unter diesem Post kommentiert, denkt bitte daran, dass Hass Situationen noch nie besser gemacht hat. Besonders Rassismus hat hier überhaupt keinen Platz. Lasst uns gemeinsam weitermachen! Wir brauchen euch an unserer Seite.« Es sei dann trotzdem zu zahlreichen rassistischen Beleidigungen gekommen, teilte der DFB mit, nicht nur gegen Collins, sondern auch gegen die Spieler Antonio Rüdiger und Jonathan Tah. Einige Kommentare seien der Staatsanwaltschaft übermittelt worden. js