»Die missbrauchten Mädchen sind in diesem ideologischen Krieg nur Kanonenfutter«
Wann erfuhren Sie erstmals, dass in Großbritannien migrantisch-muslimische Männer Mädchen systematisch in die Zwangsprostitution locken?
Das war 1996, als ich in Leeds lebte und begann, feministische Kampagnen gegen männliche Gewalt zu unterstützen. Über sexuellen Kindesmissbrauch in anderen gesellschaftlichen Institutionen – ob nun zu Hause, in der katholischen Kirche, in kommunalen Kinderbetreuungen oder in Sporteinrichtungen – war ich zu diesem Zeitpunkt längst im Bilde. Von diesem besonderen, da auf der Straße vollzogenen und bandenmäßig organisierten Missbrauch berichteten mir Eltern der Opfer.
Die Täter waren pakistanische Männer, mehrheitlich aus der zweiten Einwanderergeneration, die vom Drogenhandel, damals primär Heroin, auf den Menschenhandel mit jungen weißen Mädchen umgestiegen waren. Dafür nutzten sie ihre ausgedehnten Familiennetzwerke. Es handelte sich also um eine sehr genau bestimmbare Bevölkerungsgruppe in einstigen britischen Industriestädten, deren Arbeiterschaft sich vornehmlich aus pakistanischen Muslimen konstituierte, und nicht um eine Pakistanern inhärente Neigung, Mädchen auf diese bestimmte Weise zu missbrauchen.
Gleichwohl lernte ich bald, dass das Schweigen über diese Verbrechen in den Moscheen und in den Großfamilien damit begründet wurde, dass diese Mädchen dort als mitschuldig galten, da sie ohne Begleitung in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen seien. Sie galten demnach als Schlampen. Das erklärt übrigens, weshalb es in all diesen Fällen nie zu Zwangsverheiratungen kam.
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