Hyperaktiver Sog
Überraschend wenig war in letzter Zeit von der Londoner Band Bar Italia zu hören, einer der erfolgreichsten und spannendsten neuen Gruppen der vergangenen Jahre. Der Hype um die Band begann mit dem Lockdown: Zwar gaben sie keine Konzerte, keine Interviews und auch sonst war nichts über sie bekannt, doch ihr Album »Quarrel« erschien 2020 bei World Music (dem Label des Musikers und Produzenten Dean Blunt, von dem so hinreißende Musik stammt wie das verträumt-avantgardistische HipHop/Songwriter-Album »Black Metal« von 2014) und schon bald war die Band gefühlt überall im Netz Thema.
Nach dem Wechsel zum Label Matador erschienen 2023 gleich zwei Alben, »Tracey Denim« und »The Twits«. Vor der Veröffentlichung des letztgenannten Albums durchbrach die Band aber die selbstauferlegte Kommunikationssperre, weshalb nun die drei Köpfe der Band, Nina Cristante, Jezmi Tarik Fehmi und Sam Fenton, nicht nur namentlich bekannt sind, sondern auch live auftreten.
Der Hype um die Band begann mit dem Lockdown: Zwar gaben sie keine Konzerte, keine Interviews und auch sonst war nichts über sie bekannt, doch ihr Album »Quarrel« erschien 2020 bei World Music und schon bald war die Band gefühlt überall im Netz Thema.
2024 erschien nur die EP »The Tw*ts«, die lediglich aus Sessions zu letztgenanntem Album bestand. Aber jetzt ist endlich das neue Album »Some Like It Hot« erschienen, aus dem in den letzten Wochen schon drei Singles veröffentlicht wurden.
Das neue Album folgt dem Rezept, das die Band so erfolgreich gemacht hat: Ideenreichtum, Gitarrenmusik mit Anleihen aus dem Noise- und Alternative-Rock der Achtziger und Neunziger, eingängige, tatsächlich poppige Songs und dazu die sehr expressiven Gesangsstimmen der drei Mitglieder, die sie in ihrer Eigenheit wieder gekonnt einzusetzen wissen.
Songs wie die ersten Singles »Fundraiser« und »Cowbella«, aber auch »I Make My Own Dust« erzeugen den typisch hyperaktiven Sog, der auch die ersten Veröffentlichungen auszeichnete – was bei den eher balladenhaften Stücken des Albums nicht immer im gleichen Maß gelingen will.
Bar Italia: Some Like It Hot (Matador Records)
