Jungle+ Artikel 27.11.2025
Die israelisch-palästinensische Boyband as1one trotzt den Widrigkeiten

Sechs Boys halten zusammen

Die Boyband as1one besteht aus jüdischen und palästinensischen Mitgliedern. Eigentlich haben sie das Zeug dazu, ein Welterfolg zu werden, doch die Zeit ist denkbar ungünstig dafür.

Der 7. Oktober 2023 stellt eine Zäsur dar. Es gibt eine Welt davor und eine danach – besonders für jene, die Freund:innen und Familie in Israel und im Gaza-Streifen haben. Wer versuchen will, das zu verstehen, sollte sich die dokumentarische Serie »as1one« auf Paramount Plus ansehen, die die gleichnamige israelische Boygroup begleitet.

Keine 24 Stunden bevor die Hamas und ihre Verbündeten in Kibbuzim und Städte im Süden Israels einfielen und dort sowie auf dem Nova-Festival Massaker anrichteten, waren die sechs jungen Männer in Los Angeles gelandet, um den nächsten Schritt in ihrer musikalischen Karriere zu gehen. Doch plötzlich war alles anders.

Die Serie zeigt junge Menschen, die innerlich zerrissen sind, weil sie in Kalifornien sitzen und nicht bei den Menschen sein können, die ihnen am nächsten sind. Sie starren hilflos und ungläubig auf ihre Telefone. Sie schreien und sie weinen. Sie streiten sich und finden wieder zusammen.

»Alles um uns herum verändert sich. Wirst du ein Fremder sein, wenn wir uns wiedersehen?« Aus dem Song »Strangers« von as1one

Die Idee hinter as1one (ausgesprochen: »as one«), eine Boygroup aus jüdischen und palästinensischen Israelis zusammenzucasten, bekam durch den 7. Oktober eine völlig neue Bedeutung, stellte die Beteiligten auch vor vollkommen neue Herausforderungen. »Das hier kann uns entweder zusammenbringen oder auseinanderbrechen«, sagt Aseel Farah, Rapper und einer der zwei Palästinenser in der sechsköpfigen Band. Auf dem Bildschirm kann man dabei zusehen, wie sie Ersteres versuchen, während permanent Letzteres droht.

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