»Eine patriotisch-souveränistische Renaissance«
Im Dezember erhielt der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, den Allen-Welsh-Dulles-Preis des New York Young Republican Club. Wie wichtig war die Reise in die USA für Frohnmaier und seine Delegation?
Die Frage lässt sich aus meiner Sicht in zwei Teilen beantworten. Einerseits hat die AfD und insbesondere Frohnmaier selbst natürlich ein Interesse daran, die Reise größer und bedeutender darzustellen, als sie tatsächlich war. Schließlich tritt Frohnmaier im März als Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an.
Und andererseits?
Die Vereinigten Staaten haben vor kurzem ihre neue Nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht, das zentrale Dokument ihrer Außen- und Sicherheitspolitik. Darin steht, dass die US-Regierung in den kommenden Jahren in Europa Parteien wie die AfD unterstützen will, mit dem Ziel einer patriotisch-souveränistischen Renaissance. Das lässt sich als Zeichen dafür werten, dass die AfD und ihre Vertreter Zugang zu einflussreichen Kreisen der US-Politik haben oder dort zumindest potentiell Verbündete finden.
»Meines Erachtens steht die AfD langfristig vor einer grundlegenden strategischen Entscheidung: Bindet sie sich an Moskau oder Peking, also an eine eurasische Achse gegen den angelsächsischen und maritimen liberalen Einfluss? Oder setzt sie auf die Maga-Bewegung in den USA.«
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