Jungle+ Artikel 08.01.2026
Eine Analyse der Debatte über Zohran Mamdani, den neuen Bürgermeister von New York City

Die Polemik um Mamdani

Über den Versuch Zohran Mamdanis, des neuen Bürgermeisters von New York City, Sozialpolitik, Kritik an der autoritären Formierung und Antiisraelismus zu vereinen.

New York City. Zohran Mamdani ist neuer Bürgermeister von New York City. Nachdem der 34jährige im November die Wahl um das Amt gegen seine zwei Widersacher, den Republikaner Curtis Sliwa und den vormaligen demokratischen Gouverneur des Staates New York, Andrew Cuomo, mit 50,4 Prozent der Stimmen für sich entschieden hatte, ist Mamdani am 1. Januar offiziell im Amt des Stadtoberhaupts vereidigt worden.

Bei blauem Himmel und eisiger Kälte versammelten sich Tausende seiner An­hänger:in­nen vor dem Rathaus, um der Inauguration des 112. Bürgermeisters beizuwohnen. Flankiert von den Größen der New Yorker Stadtpolitik traten mit Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders die beiden Galionsfiguren der US-amerikanischen Linken ans Mikrophon – jene lautstarken Weggefährten, deren Unterstützung Mamdanis Aufstieg ins Rathaus wesentlich vorangetrieben hatte.

Beide erklärten seinen Wahlsieg nicht nur zum Beginn einer tiefgreifenden sozialen Neugestaltung der Stadt im Sinne der arbeitenden Klasse, sondern als das weithin sichtbare Fanal für einen politischen Aufbruch, der von New York City aus das gesamte Land erfassen und das Ende der Vorherrschaft der von Präsident Donald Trump hofierten Oligarchen in ganz Amerika einläuten soll.

Mamdanis soziale Forderungen sind sozial­demokratische, in New York City aber gelten sie als radikale Vorschläge zur Reduzierung der exorbitanten Lebenshaltungskosten.

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