Hoffnung trotz des Blutvergießens
Die jüngsten Proteste gegen das iranische Regime sind nun in ihre dritte Woche gegangen und dauern landesweit an. Reza Pahlavi, der älteste Sohn des letzten, 1979 gestürzten Schahs des Iran, ruft weiter zu Widerstand und Streiks im Energie- und Transportsektor auf.
Seit dem 8. Januar ist der Internetzugang landesweit fast vollständig gesperrt. Zunächst waren nicht einmal Websites erreichbar, die mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), die derzeit mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vorgehen, in Verbindung stehen. Das staatliche Fernsehen hat inzwischen eine Liste mit sogenannten »unverzichtbaren« Websites der Regierung veröffentlicht, auf die man weiterhin zugreifen kann. Dazu gehören staatliche Messaging-Dienste, Navigationsanwendungen und Websites, die mit der Teheraner Börse verbunden sind.
Trotz der Sperre kursieren im Internet weiterhin schockierende Bilder von Dutzenden Getöteten, die in Einrichtungen für forensische Medizin aufgenommen wurden. Einige der Aufnahmen zeigen Zivilisten im forensischen Institut Kahrizak südlich von Teheran, die verzweifelt versuchen, unter aufgebahrten Leichen in schwarzen Säcken Angehörige zu identifizieren.
Zahlreiche Videos zeigen wütende Menschenmengen, die sich auch nach dem Einsatz von Schusswaffen durch die Ordnungskräfte nicht zurückziehen und diese in einigen Fällen zur Flucht zwingen.
Noch kein Abonnement?
Um diesen Inhalt zu lesen, wird ein Online-Abo benötigt::